Der Stadthafen von Omiš hallte am Samstagabend nicht nur vom Wellenschlag wider, sondern auch von donnerndem Applaus. Nach einer vollen fünfzehnjährigen Pause hat die Tourismusgemeinschaft der Stadt Omiš beschlossen, die Veranstaltung wiederzubeleben, die jahrzehntelang das Wahrzeichen der Stadt unter dem Mosor war, die 'Verrückten Sprünge ins Meer'. Und die Rückkehr hätte nicht spektakulärer sein können: Es feierte der Älteste und Erfahrenste, der 74-jährige Neven Čagalj, die Legende Panta.
Puntižela für den Sieg
Unter den Scheinwerfern auf dem neu gestalteten Molo, mit musikalischer Begleitung und dem wachsamen Auge einer dreiköpfigen Jury, zeigten insgesamt 22 Springer ihr Können. Jeder von ihnen musste mehrere Schlüsselkriterien erfüllen: Originalität, Mut, Bühnenpräsenz und natürlich den Gesamteindruck, den die Akrobatik auf Publikum und Jury hinterlässt.
Auf dem Programm standen Sprünge mit fantasievollen Namen wie 'selena', 'petrusimula', 'Tarzan im Ruhestand' und 'verwundeter Vogel'. Doch den Titel des Besten und die Ovationen der Anwesenden trug der Sprung namens 'puntižela' in der Ausführung von Neven Čagalj davon. Der erfahrene Springer eroberte mit seiner Akrobatik die Jury vollständig und bewies, dass seine 74 Lebensjahre kein Hindernis, sondern ein Vorteil sind.
Piraten, Käse und Schinken für die Mutigsten
Der zweite Platz ging an Slavko Vulić, während sich Toma Kujundžić auf die dritte Stufe des Podests stellte. Die Preisverleihung selbst war im Geiste der reichen Geschichte von Omiš gehalten. Die Preise kamen nicht auf gewöhnlichem Wege, sondern wurden per Boot, unter Schüssen aus Vorderladern, von den Omišer Piraten zum Molo gebracht. In der Truhe befanden sich Pokale, aber auch passende Geschenke: ein Käselaib und eine Flasche Wein für den Bronzenen, ein Stück Pancetta für den Silbernen und ein gut getrockneter Schinken für den Sieger.
Der Direktor der Tourismusgemeinschaft Omiš, Ivan Pavković, machte keinen Hehl aus seiner Zufriedenheit über die erfolgreiche Rückkehr der Veranstaltung. "Die strenge Jury bestand aus Joško Stella, Mladen Dujmović und Milivoj Mirosavac, und wir müssen zugeben, dass es ihnen bei der Bewertung nicht gerade leicht fiel. Die Teilnehmer haben sich in ihren Fähigkeiten wirklich hervorgetan, und am Ende feierte der älteste und erfahrenste Springer, unser Panta", erklärte Pavković gegenüber Slobodna Dalmacija.
Tradition, die über sieben Jahrzehnte alt ist
Pavković erinnerte auch an die reiche Geschichte dieses ungewöhnlichen Wettbewerbs. "Diese unverwechselbare Omišer Geschichte begann bereits 1951, als sich die Spieler nach einem Wasserballspiel auf dem Molo auf verschiedene Weise ins Meer warfen, um die Zuschauer zu unterhalten und zum Lachen zu bringen, und die Meerespossen wurden schnell zum Wahrzeichen der Stadt", erzählte er.
Genau diese Kombination aus Akrobatik, Humor und entspannter Sommeratmosphäre macht die 'Verrückten Sprünge' besonders. Nach mehr als anderthalb Jahrzehnten Abwesenheit ist die Veranstaltung dorthin zurückgekehrt, wo sie hingehört, ins Herz von Omiš, zur Freude der einheimischen Bevölkerung und der immer zahlreicher werdenden Gäste. Und angesichts des diesjährigen Erfolgs und der guten Resonanz denken die Organisatoren bereits über neue, noch verrücktere Sprungnamen für das nächste Jahr nach.