Rückkehr nach Monaten des Martyriums endet in Tränen
Jack Draper, geplagt von einer Verletzung am linken Arm, hielt dem Druck nicht stand und weinte vor vollen Rängen während der Niederlage in der ersten Runde der ATP Masters.
Jack Draper, geplagt von einer Verletzung am linken Arm, hielt dem Druck nicht stand und weinte vor vollen Rängen während der Niederlage in der ersten Runde der ATP Masters.
Der britische Tennisspieler Jack Draper erlebte einen emotionalen Zusammenbruch bei den ATP Masters in Montreal. In seinem ersten Auftritt nach einer mehrmonatigen Pause unterlag er dem Franzosen Terence Atmane, doch das Ergebnis blieb im Schatten der erschütternden Szene, in der Draper während des dritten Satzes untröstlich auf der Bank weinte.
Das Match war geprägt von dramatischen Wendungen und sichtbarem Schmerz des britischen Spielers. Draper startete schlecht in die Partie, kam aber im zweiten Satz zurück, nur um im entscheidenden Satz völlig einzubrechen. Sein Aufschlag schwächelte, und seine Grundlinienschläge verloren an Kraft, was Zweifel aufkommen ließ, dass sich die Verletzung am linken Arm erneut bemerkbar machte, wegen der er bereits Roland Garros und Wimbledon verpasst hatte.
Der Schlüsselmoment ereignete sich beim Stand von 4:1 für Atmane im dritten Satz. Nachdem er zum zweiten Mal seinen Aufschlag verloren hatte, setzte sich Draper auf die Bank, bedeckte sein Gesicht mit einem Handtuch und brach in Tränen aus. Die Kameras hielten fest, wie er sich die Tränen abwischte, völlig am Boden zerstört über das erneute gesundheitliche Problem. Laut britischen Medien traten erneut Schmerzen im linken Arm auf, und die Geschwindigkeit seines Aufschlags nahm drastisch ab.
Die Quellen unterscheiden sich hinsichtlich des genauen Satzverhältnisses. Kurir.rs berichtet, dass Atmane mit 6:3, 2:6, 6:2 gewann, während Tportal ein Ergebnis von 3:6, 6:2, 2:6 angibt. Unabhängig von der Differenz in den Zahlen ist das Ergebnis dasselbe, der Franzose zog weiter, und Draper erlebte einen weiteren Albtraum.
Draper hat in dieser Saison nur sechs Turniere bestritten. In den letzten Monaten plagt ihn eine Knochenprellung am linken Arm, die ihn daran hindert, Spielpraxis zu sammeln. Er selbst gab zuvor zu, dass er monatelang nicht zwei aufeinanderfolgende Wochen ohne gesundheitliche Probleme spielen konnte.
Im Mai dieses Jahres begann er eine Zusammenarbeit mit seinem berühmten Landsmann Andy Murray, dem dreifachen Grand-Slam-Sieger, der Teil seines Trainerteams wurde. Montreal war jedoch erst sein zweites Turnier, seit Murray an seiner Seite ist.
Nach der Niederlage in Kanada stellt sich die Frage, ob Draper für das nächste Masters-Turnier in Cincinnati und anschließend für das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison, die US Open, bereit sein wird. Die Szene aus Montreal zeigte deutlich, wie schwer das Leben eines Profisportlers ist, wenn der Körper dem enormen Wunsch nach Rückkehr an die Spitze nicht folgen kann.