Brand auf dem Dinara von Bosnien übergegriffen: Feuer verschlingt Naturpark
Die Feuerfront hat die Staatsgrenze zwischen Uništa und Strmica überschritten, unterstützt aus der Luft von zwei Löschflugzeugen.
Die Feuerfront hat die Staatsgrenze zwischen Uništa und Strmica überschritten, unterstützt aus der Luft von zwei Löschflugzeugen.
Am Montag, dem 17. August 2026, wurde bestätigt, dass sich der große Freilandbrand, der den Wald auf dem Berg Dinara erfasst hat, von Bosnien und Herzegowina auf den kroatischen Teil des Berges in der Gespanschaft Šibenik-Knin ausgebreitet hat. Das Feuer war vor einigen Tagen auf der bosnisch-herzegowinischen Seite im weiteren Gebiet von Bosansko Grahovo ausgebrochen, und die Feuerfront hat sich über die Staatsgrenze ausgebreitet.
Das Videoüberwachungssystem des Gespanschaftlichen Feuerwehreinsatzzentrums hat den Übertritt des Feuers auf kroatisches Territorium im Gelände zwischen den Ortschaften Uništa in Bosnien und Herzegowina und Strmica in Kroatien bemerkt. Die Flammen bewegen sich in Richtung der Gebiete Ruja, Hercegovića staje, Samari und Brezovac, und aufgrund des bergigen Geländes ist ihre Bekämpfung erschwert.
Gegen das Feuer kämpfen Feuerwehrleute der Interventionsfeuerwehr Šibenik, der Berufsfeuerwehr Knin sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Knin, Kijevo und Kistanje. An der Aktion beteiligen sich auch Angehörige des Löschzuges der Kroatischen Landstreitkräfte. Unterstützung aus der Luft leisten zwei Löschflugzeuge.
Das Gebiet, in dem die Feuerwehrkräfte einen intensiven Kampf gegen die Feuersbrunst führen, liegt innerhalb der Grenzen des Naturparks Dinara. In diesem Schutzgebiet erfasst das Feuer ökologisch sensible Zonen und bedroht endemische Pflanzen- und Tierarten, die dort leben.
Ein großer Teil des niedrigen Bewuchses, der Macchie und der Waldgebiete ist verbrannt, und aktuelle Schätzungen deuten auf tausende Hektar zerstörter Natur auf beiden Seiten der Grenze hin. Feuerwehrleute und Militärangehörige vor Ort unternehmen außerordentliche Anstrengungen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen und seine Ausbreitung ins Innere des Naturparks Dinara sowie in Richtung der nahegelegenen Ortschaften am Fuß des Berges zu stoppen.