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Plenkovićs leerer Stuhl bei der Alka sorgt für Aufruhr

Journalist Marko Ljubić kritisiert die Abwesenheit des Premierministers bei der Siegerehrung von Tino Radanović scharf, während sich Medien und HDZ auf den leeren Stuhl von Bürgermeister Miro Bulj konzentrieren.

Foto: Wikipedia (Sinjska alka)
Kurz gesagt
  • Journalist Marko Ljubić behauptet, dass Plenkovićs leerer Stuhl bei der Siegerehrung der Alka wichtiger sei als der von Bulj.
  • Der Premierminister war mehr als drei Stunden in der Festloge, fehlte jedoch während der entscheidenden Zeremonie.
  • Plenković und die kroatische Regierung gratulierten dem Sieger auf Twitter, ohne auf die Kontroverse einzugehen.
  • Ljubić bewertete die gesamte Situation und die mediale Berichterstattung als 'beschämend' und 'gefährlich'.

Die Durchführung der 311. Sinjski Alka, bei der der Sieger Tino Radanović mit 12 Punkten triumphierte, hat eine heftige Polemik ausgelöst, die sich weniger um den Sieger selbst dreht, sondern um die leeren Stühle in der Festloge. Während ein Großteil der Öffentlichkeit und der Medien ihre Aufmerksamkeit auf die Abwesenheit des Bürgermeisters von Sinj, Miro Bulj, richtete, warnt der Journalist und Publizist Marko Ljubić, dass ein weitaus wichtigeres Detail fast völlig unbemerkt geblieben sei.

Ljubić betonte in einem ausführlichen Beitrag in den sozialen Netzwerken am 10. August 2026, dass Premierminister Andrej Plenković mehr als drei Stunden lang das Alka-Turnier von der Festloge aus verfolgt habe, aber im entscheidenden Moment, während der Zeremonie zur Siegerehrung, nicht auf seinem Platz gewesen sei. "Es blieb ein leerer Stuhl zwischen Dragan Čović und Borjana Krišto während der gesamten Siegerehrungs- und Siegesfeierzeremonie", schrieb Ljubić und fügte hinzu, dass genau für diesen Moment die Alka stattfinde.

Politische und symbolische Bedeutung des leeren Stuhls

Ljubić ist der Ansicht, dass die Abwesenheit des Regierungschefs bei der Siegerehrung politisch und symbolisch ungleich bedeutender sei als das Fernbleiben des Oppositionsbürgermeisters. "Bulj ist Bulj. Die Opposition ist Opposition, sie sind, wie sie sind. Aber die Regierung ist nicht nur Regierung, sie ist die Staatsmacht", sagte er und betonte den Unterschied in der Verantwortung.

Besonders kritisierte er die Reaktion der HDZ, von der er Informationen erhalten habe, dass sie Buljs Handlung als "beispiellosen Akt der Respektlosigkeit gegenüber der Alka" bezeichnet habe, während über Plenkovićs leeren Stuhl, so behauptet er, geschwiegen werde. "Und man redet über den leeren Stuhl von Miro Bulj!?", fragte er ironisch.

Plenkovićs Tweet: Glückwünsche ohne Erwähnung der Kontroverse

Einen Tag nach der Alka, am 10. August, äußerte sich Premierminister Plenković auf seinem Twitter-Profil mit einem Glückwunsch. "In Sinj haben wir der 311. Sinjski Alka beigewohnt. Herzlichen Glückwunsch an den diesjährigen Sieger Tino Radanović für seine großartige Leistung und den Sieg mit 12 Punkten", schrieb er und betonte, dass die Alka "seit mehr als drei Jahrhunderten die Tradition, Kultur und Identität der Cetinska krajina bewahrt".

Die Regierung der Republik Kroatien gratulierte Radanović ebenfalls per Retweet und dankte der Ritterlichen Alka-Gesellschaft Sinj für die Organisation, doch keiner dieser Beiträge ging auf die Polemik um die leeren Stühle ein.

Scharfe Frage: "Wozu ist ein solcher Mensch fähig?"

Ljubić geht in seinem Beitrag noch einen Schritt weiter und verbindet Plenkovićs Handlung mit dem breiteren politischen Kontext. "Was sagt der leere Stuhl und die gezeigte Missachtung des Sieges und des Siegers, der 311 Jahre alten Tradition und des kroatischen Volkes über einen Mann aus, der die mit Abstand größte politische Macht im Land hat!? Wozu ist ein solcher Mensch fähig!?", fragt er.

In seinen Ausführungen ging er auch auf das Verhältnis zu den Kroaten in Bosnien und Herzegowina ein und warf ironisch mögliche Entschuldigungen auf, die folgen könnten: "Wird er bekannt geben, dass er einen dringenden staatlichen Anruf hatte, Zelensky ihn gerufen hat, oder dass Kroatien unter Raketenangriff steht?" Die gesamte Situation und die mediale Berichterstattung bewertete er als "beschämend", "beispiellos" und "gefährlich".

Häufige Fragen
Was löste die Polemik nach der 311. Sinjski Alka aus? +
Die Polemik wurde durch die Tatsache ausgelöst, dass Premierminister Andrej Plenković nicht an der feierlichen Siegerehrung von Tino Radanović teilnahm, während sich Medien und HDZ auf den leeren Stuhl von Bürgermeister Miro Bulj konzentrierten.
Wer kritisierte die Abwesenheit des Premierministers bei der Siegerehrung? +
Der Journalist und Publizist Marko Ljubić kritisierte Plenkovićs Abwesenheit scharf und bewertete sie als politisch und symbolisch bedeutender als die Diskussion über Buljs Stuhl.
Wie reagierte Andrej Plenković auf die Ereignisse bei der Alka? +
Premierminister Plenković gratulierte am Tag nach der Alka auf Twitter dem Sieger Tino Radanović und betonte die Bedeutung der Alka für das kroatische Erbe, kommentierte jedoch die Polemik um seine Abwesenheit bei der Zeremonie nicht.
Wer gewann die 311. Sinjski Alka? +
Der Sieger der 311. Sinjski Alka ist Tino Radanović, der mit 12 Punkten gewann.

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