Richard Masters, Geschäftsführer der englischen Premier League, hat scharfe Kritik an Gianni Infantino, dem Präsidenten des Internationalen Fußballverbands (FIFA), geübt und erklärt, die Organisation habe "den Selbstzerstörungsknopf gedrückt". Masters kritisierte in einem Interview mit BBC Sport Infantinos Plan, die Weltmeisterschaft zu verkaufen, von dem dieser später Abstand nahm, und forderte ein Ende seiner Amtszeit.
Ein von der FIFA geschaffenes Problem
Infantino steht in den letzten Tagen zunehmend unter Druck wegen des Versuchs, "die Weltmeisterschaft zu verkaufen". Masters betonte, dass die FIFA eine gemeinnützige Organisation sei, die ihre Wettbewerbe wie Hüter der Zukunft des Fußballs behandeln sollte.
"Dies ist ein von der FIFA geschaffenes Problem. Die Organisation hat den Selbstzerstörungsknopf gedrückt, und die Folgen spiegeln sich nun in den Lösungen wider, die gefunden werden müssen", sagte Masters gegenüber BBC Sport.
Unterstützung für den englischen Verband und Hoffnung auf einen Kandidaten der Einheit
Der Geschäftsführer der Premier League unterstützte erneut die Entscheidung des englischen Fußballverbands (FA), Infantino bei den Wahlen in Marokko im nächsten März nicht zu unterstützen. Gleichzeitig äußerte Masters die Hoffnung, dass ein "Kandidat der Einheit" gefunden wird, der sich für positive Veränderungen in der FIFA einsetzt.
"Ich denke, ein Kandidat, der als Kandidat der Einheit auftritt, sollte eine Reform der FIFA auf seiner Agenda haben, vielleicht sogar eine Reform der Rolle des Präsidenten und wie diese die Dinge beeinflusst", betonte Masters.
Infantino ohne Gegenkandidaten vor den Wahlen
Infantino ist seit 2016 an der Spitze der FIFA und beabsichtigt, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Bisher gibt es keinen Gegenkandidaten, und die Frist für die Einreichung von Nominierungen endet am 18. November 2026. Die Wahlen zum FIFA-Präsidenten finden im März 2027 in Marokko statt.