Premier League unberechenbarer denn je: 23 Jahre alte Kluft geschlossen
Der Abstand zwischen den vier besten und den drei letzten Teams ist von 44 auf nur noch 26 Punkte gesunken, der geringste Unterschied seit mehr als zwei Jahrzehnten.
Der Abstand zwischen den vier besten und den drei letzten Teams ist von 44 auf nur noch 26 Punkte gesunken, der geringste Unterschied seit mehr als zwei Jahrzehnten.
Die Premier League hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie deutlich unberechenbarer geworden ist als in den Jahren zuvor. Arsenal sicherte sich die Meisterschaft, während die Wolves den letzten Platz belegten, mit einem Unterschied von 65 Punkten zwischen ihnen. Diese Zahl ist für sich genommen nicht ungewöhnlich, da der durchschnittliche Punkteabstand zwischen Meister und Schlusslicht in Spielzeiten mit 38 Partien bei 63 Punkten liegt.
Deutlich größer war die Veränderung im Mittelfeld der Tabelle, wo sich die Vereine der Spitze annäherten. Obwohl die Gesamtspanne vom ersten bis zum letzten Platz dem langjährigen Durchschnitt ähnelte, ist die Premier League im Kampf um Europa und den Klassenerhalt ausgeglichener geworden, wie Stijena.info berichtet.
Die wichtigste Kennzahl betrifft den Abstand zwischen den vier besten und den drei letzten Teams. In der Vorsaison betrug diese Differenz noch 44 Punkte, in der vergangenen Saison schrumpfte sie jedoch auf nur 26 Punkte. Das ist der geringste Abstand zwischen diesen Gruppen in den letzten 23 Jahren.
Ein kleinerer Unterschied wurde zuletzt in der Saison 2002/03 verzeichnet, als er 25 Punkte betrug. Die Premier League hat seit der Saison 1995/96 20 Vereine, und der Abstand zwischen oben und unten hat sich danach über Jahre hinweg vergrößert.
Der Rückgang von 44 auf 26 Punkte zeigt, wie sehr sich das Kräfteverhältnis innerhalb nur einer Saison verändert hat. Vereine aus dem Mittelfeld nutzen Geld, Scouting und die größere Verfügbarkeit von Qualitätsspielern besser aus. Dadurch nehmen sie Favoriten häufiger Punkte ab, während die traditionell stärksten Teams mehr schwere Spiele haben.
Auch wenn die Statistik nicht auf ein Verschwinden der finanziellen Unterschiede hindeutet, bestätigt sie doch, dass diese in der vergangenen Saison nicht denselben klaren Einfluss auf die erzielten Punkte hatten. Jede Schwächephase kann nun die Tabellenposition erheblich verändern, und der Kampf um die Spitze, Europa und den Klassenerhalt wird enger miteinander verknüpft.
Die Hauptfrage ist, ob die Verringerung der Kluft den Beginn eines langfristigen Trends darstellt oder nur eine Ausnahme ist. Sollte sich eine ähnliche Punkteverteilung wiederholen, wäre das ein starkes Indiz dafür, dass sich der Wettbewerb tatsächlich verändert. Für die Fans ist das Wichtigste, dass die Premier League wieder mehr Spannung in fast allen Tabellenregionen bietet.