Nur zwei Tage nach dem körperlichen Angriff in Osijek kehrt Schiedsrichter Tihomir Pejin zu seiner Aufgabe zurück. Am Sonntag um 18:30 Uhr wird er im VAR-Raum für das Spiel der 2. Runde der SuperSport HNL zwischen Slaven Belupo und Varaždin in Koprivnica sein. Diese Information wurde vom Kroatischen Fußballverband bestätigt.
Kein Antrag auf Schonung
Pejin wurde am Freitag, dem 7. August, in der Nähe des Stadions Gradski vrt angegriffen. Maskierte Angreifer schlugen mit Teleskopschlagstöcken auf ihn ein, woraufhin er medizinisch erstversorgt und ins KBC Osijek gebracht wurde. Trotz des Vorfalls erlitt er leichte Verletzungen und verließ das Krankenhaus schnell wieder.
Der Schiedsrichter hat weder Krankmeldung eingereicht noch um Schonung für das bevorstehende Spiel gebeten. "Pejin bleibt am Sonntag planmäßig VAR in Koprivnica", bestätigte der HNS kurz und sah keinen Grund für einen Ersatz. Als AVAR wird ihm Ante Čuljak aus Zagreb zur Seite stehen, Hauptschiedsrichter ist Duje Strukan aus Split.
Schärfste Verurteilung durch den HNS
Der Kroatische Fußballverband verurteilte den Angriff bereits am Freitag scharf. "Der Kroatische Fußballverband verurteilt den körperlichen Angriff auf Schiedsrichter Tihomir Pejin, der am Freitagmorgen in Osijek stattfand, aufs Schärfste", heißt es in der Mitteilung. Weiterhin wurde erklärt, dass er von unbekannten Personen angegriffen und nach der Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht wurde.
Der Verband betonte, dass es unabhängig von den Motiven keine Rechtfertigung für Gewalt gebe. "Unabhängig von den Motiven und Umständen, die die zuständigen Behörden feststellen werden, verurteilt der Kroatische Fußballverband jede Form von Gewalt aufs Schärfste. Für einen körperlichen Angriff auf irgendeine Person gibt es keine und kann es keine Rechtfertigung geben", so die Botschaft.
Der HNS sprach Pejin seine volle Unterstützung aus und forderte die Institutionen auf, die Täter zu identifizieren. "Tihomir Pejin, der nach dem Ende seiner Karriere als Hauptschiedsrichter derzeit als Video-Assistent (VAR) aktiv ist, wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung", schlossen sie.
Alte Geschichten und unbekannte Motive
Das Motiv des Angriffs ist weiterhin unbekannt, die Angreifer sind auf der Flucht. Pejin pfeift bereits in der zweiten Saison ausschließlich im VAR-Raum, sein letztes Spiel als Hauptschiedsrichter hatte er im Mai letzten Jahres. Einst wurde er für mehr als ein Jahr von der Schiedsrichterliste gestrichen, und seine Spielleitung war von kontroversen Details begleitet, doch all das sind, wie Sportske novosti berichten, alte Geschichten.