Hebamme verrät, wo Eltern bei der Fieberkontrolle ihres Babys Fehler machen
Hebamme Lily Foggan und The Lullaby Trust erklären, wie man Überhitzung erkennt und den Raum in Sommernächten kühlt.
Hebamme Lily Foggan und The Lullaby Trust erklären, wie man Überhitzung erkennt und den Raum in Sommernächten kühlt.
Die Sommerhitze bringt Eltern eine neue Sorge: Wie kleidet man das Baby zum Schlafen, damit es weder zu warm noch zu kalt hat? Hebamme Lily Foggan erklärt gegenüber Index.hr, worauf man in warmen Nächten achten sollte, und die wichtigste Empfehlung betrifft die Stelle, an der die Temperatur des Kindes gemessen wird.
Der häufigste Fehler von Eltern ist die Temperaturkontrolle an Händen und Füßen des Babys. Foggan warnt, dass diese natürlicherweise kühler sind und daher kein guter Indikator für den tatsächlichen Zustand sind. Stattdessen sollte man per Berührung die Brust oder den Nacken des Babys prüfen.
Wenn die Haut an diesen Stellen heiß oder schweißig ist, ist das ein deutliches Zeichen, dass das Baby überhitzt ist. In einer solchen Situation muss man eine oder mehrere Schichten Kleidung oder Bettwäsche entfernen.
The Lullaby Trust, eine britische Organisation für sicheres Babyschlafen und die Prävention des plötzlichen Kindstods (SIDS), empfiehlt, dass die Raumtemperatur, in der das Baby schläft, zwischen 16 und 20 Grad Celsius liegt. Die Organisation rät zur Verwendung eines Raumthermometers, da die Temperatur allein nach dem eigenen Gefühl schwer zuverlässig einzuschätzen ist.
Im Sommer ist es nicht immer möglich, diese Temperatur zu halten, daher ist es wichtig, die Menge an Kleidung und Bettwäsche an die aktuelle Situation im Raum anzupassen. Ein Ventilator kann zum Kühlen verwendet werden, sollte aber so eingestellt sein, dass der Luftstrom nicht direkt auf das Baby gerichtet ist. Tagsüber können Vorhänge oder Jalousien heruntergelassen bleiben, um die Erwärmung zu reduzieren, und wenn es sicher ist, können offene Fenster und Türen die Luftzirkulation verbessern.
"Bei Hitze brauchen Babys natürlich weniger Schichten. Leichte Kleidung und Schlafsäcke mit niedrigem TOG-Wert sind besser geeignet als Decken, die das Kind wegstoßen oder versehentlich über das Gesicht ziehen kann", sagt Foggan gegenüber Index.hr.
The Lullaby Trust gibt an, dass es in sehr warmen Nächten ausreichen kann, wenn das Baby nur in einer Windel schläft. Wie viele Schichten nötig sind, hängt von der Raumtemperatur ab, nicht nur von der Außentemperatur. Besonders wichtig ist es, eine Überhitzung des Babys zu vermeiden, da diese ein ernsthaftes Risiko darstellt.