Auf dem Platz Stjepan Radić in Gospić fand am Sonntag, dem 16. August 2026, ein Protest gegen das Problem des gefährlichen Abfalls in Lika statt, bei dem Dalija Orešković, Karolina Vidović Krišto und Tomislav Jonjić Seite an Seite standen. Vor der Sitzung des Parlamentarischen Ausschusses für Umwelt und Natur waren die Organisation 'Gospić ohne Gift' und Mile Ilić die Organisatoren der Versammlung.
Parolen und Anschuldigungen von der Bühne
Die Demonstranten versammelten sich unter Parolen wie 'Lika wurde verraten und in Schwarz gehüllt', 'Sie haben Wasser, Boden und Luft vergiftet' und 'Wenn wir Lika retten, haben wir Kroatien gerettet'. Mile Ilić, der Organisator, sagte, die Regierung habe keine Legitimität und die Institutionen seien gefallen, und Tomislav Jonjić erwähnte eine 'doppelte Tragödie' und den Zusammenbruch des Systems und versuchte, das lokale Problem mit den Städten Zagreb, Varaždin, Split und Slavonski Brod zu verbinden.
Dalija Orešković betonte, dass die Politiker gehen würden, während die Bürger mit dem Gift zurückbleiben, und nannte als Beispiel Rakitovac, dessen Sanierung 125 Millionen Euro kostet. Karolina Vidović Krišto ging noch weiter, nannte die Staatsführung 'Hochverrat' und forderte die vollständige Ablösung der Regierung.
Was zeigen die Fakten?
Obwohl von der Protestbühne von Chaos und Untätigkeit der Institutionen die Rede ist, ergreifen die staatlichen Stellen bereits Maßnahmen. Laut dem Gutachten der USKOK vom 6. August 2026 befinden sich auf dem Gelände des ehemaligen PPK Velebit etwa 37.000 Tonnen gemischter Abfälle, und es wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet.
Wegen der großen Brände in Dalmatien wurde die Sitzung des Parlamentarischen Ausschusses in Gospić zuvor verschoben. Trotz der dramatischen Rhetorik versammelten sich bei dem Protest nur wenige hundert Menschen.
Politisches Amalgam in Lika
Der Kroatische Bote erinnert an die Worte des ersten kroatischen Präsidenten Dr. Franjo Tuđman über 'rote, gelbe und schwarze Teufel' und deutet an, dass in diesem ungewöhnlichen Bündnis genau ein solches politisches Amalgam zu erkennen sei. Das Problem des gefährlichen Abfalls in Lika erfordert ernsthaftes Handeln und Antworten der zuständigen Institutionen, aber die Verwandlung dieses Problems in eine politische Bühne, mit einem Bündnis von Akteuren aus völlig unterschiedlichen politischen Lagern, kann kaum als Sorge um Lika bezeichnet werden.