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Protest in Gospić: Vorwürfe gegen die Behörden wegen Müll in Lika

Bei dem Protest gegen gefährlichen Abfall in Lika versammelten sich mehrere hundert Menschen, und politische Akteure aus verschiedenen Lagern sandten scharfe Botschaften an die Regierung.

Foto: Wikipedia (Prosvjed)
Kurz gesagt
  • In Gospić fand ein Protest gegen gefährlichen Abfall statt, an dem Orešković, Vidović Krišto und Jonjić teilnahmen.
  • Das USKOK-Gutachten bestätigte 37.000 Tonnen gemischten Abfalls auf dem Gelände des ehemaligen PPK Velebit.
  • Organisator Mile Ilić behauptet, die Regierung habe keine Legitimität und die Institutionen seien gefallen.
  • Die Sanierung des Beispiels Rakitovac wird auf 125 Millionen Euro geschätzt.

Auf dem Platz Stjepan Radić in Gospić fand am Sonntag, dem 16. August 2026, ein Protest gegen das Problem des gefährlichen Abfalls in Lika statt, bei dem Dalija Orešković, Karolina Vidović Krišto und Tomislav Jonjić Seite an Seite standen. Vor der Sitzung des Parlamentarischen Ausschusses für Umwelt und Natur waren die Organisation 'Gospić ohne Gift' und Mile Ilić die Organisatoren der Versammlung.

Parolen und Anschuldigungen von der Bühne

Die Demonstranten versammelten sich unter Parolen wie 'Lika wurde verraten und in Schwarz gehüllt', 'Sie haben Wasser, Boden und Luft vergiftet' und 'Wenn wir Lika retten, haben wir Kroatien gerettet'. Mile Ilić, der Organisator, sagte, die Regierung habe keine Legitimität und die Institutionen seien gefallen, und Tomislav Jonjić erwähnte eine 'doppelte Tragödie' und den Zusammenbruch des Systems und versuchte, das lokale Problem mit den Städten Zagreb, Varaždin, Split und Slavonski Brod zu verbinden.

Dalija Orešković betonte, dass die Politiker gehen würden, während die Bürger mit dem Gift zurückbleiben, und nannte als Beispiel Rakitovac, dessen Sanierung 125 Millionen Euro kostet. Karolina Vidović Krišto ging noch weiter, nannte die Staatsführung 'Hochverrat' und forderte die vollständige Ablösung der Regierung.

Was zeigen die Fakten?

Obwohl von der Protestbühne von Chaos und Untätigkeit der Institutionen die Rede ist, ergreifen die staatlichen Stellen bereits Maßnahmen. Laut dem Gutachten der USKOK vom 6. August 2026 befinden sich auf dem Gelände des ehemaligen PPK Velebit etwa 37.000 Tonnen gemischter Abfälle, und es wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet.

Wegen der großen Brände in Dalmatien wurde die Sitzung des Parlamentarischen Ausschusses in Gospić zuvor verschoben. Trotz der dramatischen Rhetorik versammelten sich bei dem Protest nur wenige hundert Menschen.

Politisches Amalgam in Lika

Der Kroatische Bote erinnert an die Worte des ersten kroatischen Präsidenten Dr. Franjo Tuđman über 'rote, gelbe und schwarze Teufel' und deutet an, dass in diesem ungewöhnlichen Bündnis genau ein solches politisches Amalgam zu erkennen sei. Das Problem des gefährlichen Abfalls in Lika erfordert ernsthaftes Handeln und Antworten der zuständigen Institutionen, aber die Verwandlung dieses Problems in eine politische Bühne, mit einem Bündnis von Akteuren aus völlig unterschiedlichen politischen Lagern, kann kaum als Sorge um Lika bezeichnet werden.

Häufige Fragen
Wer organisierte den Protest in Gospić? +
Der Protest wurde vom Verein 'Gospić ohne Gift' zusammen mit Mile Ilić organisiert.
Wie viel gefährlicher Abfall befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen PPK Velebit? +
Laut dem Gutachten der USKOK vom 6. August 2026 befinden sich dort etwa 37.000 Tonnen gemischter Abfälle.
Welche politischen Persönlichkeiten nahmen an dem Protest teil? +
An dem Protest nahmen Dalija Orešković, Karolina Vidović Krišto und Tomislav Jonjić teil.
Warum wurde die Sitzung des Parlamentarischen Ausschusses verschoben? +
Die Sitzung des Parlamentarischen Ausschusses für Umwelt und Natur in Gospić wurde wegen der großen Brände in Dalmatien verschoben.

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