Paris Saint-Germain hat unerwartet eine zusätzliche Umkleidekabine im Stadion Red Bull Arena in Österreich erhalten, wo am Mittwoch das Supercup-Spiel gegen Aston Villa stattfinden wird. Vertreter des französischen Klubs äußerten Unzufriedenheit mit dem zugewiesenen Raum, was eine schnelle Reaktion der UEFA auslöste.
Gastbereich zu klein für den Meister
Die Mannschaft von Unai Emery, Gewinner der Europa League, hat die Heim-Umkleidekabine von Red Bull Salzburg übernommen, während PSG, der aktuelle Sieger der Champions League, die Gäste-Umkleidekabine zugewiesen bekam. Die Pariser hielten den angebotenen Raum jedoch für unzureichend für die gesamte Delegation, Spieler, Trainerstab und Betreuer.
Ihre Einwände brachten sie bei einem Organisationstreffen am Montag vor. Laut Informationen von BBC Sport forderte der französische Klub Bedingungen, die mit denen von Aston Villa vergleichbar sind, insbesondere wegen der Bedeutung des Spiels und der Anzahl der Personen, die die Umkleidekabine vor Spielbeginn nutzen.
Schnelle Lösung ohne Platzentzug für Schiedsrichter
Die Organisatoren fanden nach den Beschwerden eine einfache Lösung. PSG wurde eine weitere freie Umkleidekabine zugewiesen, die normalerweise für Offizielle reserviert ist, sodass die Mannschaft von Luis Enrique nun zwei verbundene Räume zur Verfügung hat. Damit wurde ausreichend Platz für alle Vorbereitungen sichergestellt, ohne dass Schiedsrichter oder andere für die Durchführung des Spiels zuständige Offizielle umquartiert werden mussten.
Quellen aus der Umgebung der Situation berichten, dass die Pariser keine bevorzugte Behandlung verlangten, sondern lediglich eine ähnliche Raummenge wie ihr Gegner. Ihr zusätzliches Argument war die Tatsache, dass sie die aktuellen Titelträger des Supercups sind, den sie im letzten Jahr nach einem Elfmeterschießen gegen Tottenham gewonnen hatten.
Fokus kehrt auf das Spielfeld zurück
Obwohl das Problem den Spielplan nicht beeinflusste, wurde die Umkleidekabine von PSG ein unerwartetes Thema vor dem Duell der Europameister. Nach der Maßnahme sollten beide Teams ähnliche Bedingungen haben. Aston Villa bleibt in ihrer Heim-Umkleidekabine, während PSG die Gäste-Umkleidekabine und den zusätzlichen Raum nutzen wird, der ihnen später zugewiesen wurde.
Mit der Lösung des logistischen Streits kann sich die Aufmerksamkeit wieder auf den Rasen richten, wo PSG versuchen wird, seinen Status als führende europäische Mannschaft zu bestätigen, und Aston Villa eine Überraschung schaffen und einen neuen internationalen Titel gewinnen möchte.