Russland hat am Dienstag den US-Bürger Robert Gilman, einen ehemaligen US-Marine, der seit 2022 inhaftiert war, freigelassen, wie US-Präsident Donald Trump mitteilte. Die Freilassung erfolgte nach einem direkten Gespräch zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, und Moskau verlangte dafür keine Gegenleistung.
"Wir schätzen diese Entscheidung und die Tatsache, dass Russland niemanden im Gegenzug verlangt hat, es gab keinerlei Austausch", schrieb Trump in einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. US-Beamte bestätigten, dass Putin die Begnadigung des 32-jährigen Gilman aus gesundheitlichen Gründen genehmigt hat.
Weg in die Freiheit aus Woronesch
Gilman war in der Stadt Woronesch inhaftiert, etwa 550 Kilometer südlich von Moskau. Die genauen Umstände seines Gesundheitszustands wurden nicht öffentlich bekannt gegeben, aber das Weiße Haus und das Außenministerium hatten Moskau aufgefordert, ihn freizulassen, damit er zur Behandlung in die Vereinigten Staaten reisen kann.
Nach Angaben von US-Beamten hat Gilman Russland am Dienstag bereits mit einem Flugzeug des Außenministeriums verlassen. Sein Flug wird zum Flughafen Washington Dulles verfolgt, wo seine Rückkehr nach Hause erwartet wird.
Verhaftung auf einer Zugreise
Robert Gilman diente von August 2019 bis August 2020 als US-Marine. Er wurde im Januar 2022 in Woronesch verhaftet, während er mit dem Zug reiste. Russische Staatsmedien berichteten, dass er festgenommen wurde, weil er im betrunkenen Zustand einen Polizisten geschlagen haben soll.
Nach dem Prozess wurde er zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Gilman war einer von mindestens zehn US-Bürgern, von denen bekannt war, dass sie in diesem Zeitraum in Russland inhaftiert waren.
Seine Freilassung ohne Austauschbedingungen ist ein seltenes Beispiel für direkte Zusammenarbeit zwischen Washington und Moskau in Zeiten angespannter bilateraler Beziehungen.