RAFF 2026 eröffnet mit belgischem Thriller 'Heysel 85', 12 Filme im Wettbewerb
Die achte Ausgabe des RAFF bringt sieben kroatische Premieren, Partnerland ist Belgien. Das Festival findet vom 22. bis 26. August auf Rab statt.
Die achte Ausgabe des RAFF bringt sieben kroatische Premieren, Partnerland ist Belgien. Das Festival findet vom 22. bis 26. August auf Rab statt.
Die achte Ausgabe des Rab Film Festivals (RAFF) wird am 22. August 2026 mit der Vorführung des belgischen Fußball-Thrillers "Heysel 85" eröffnet. Das diesjährige Festival, das bis zum 26. August dauert, steht unter dem Motto "Wahrheit braucht Publikum". Im Wettbewerbsprogramm werden 12 Filme gezeigt, darunter sieben kroatische Premieren.
Partnerland dieser Ausgabe ist Belgien, und das Publikum hat die Gelegenheit, Werke zu sehen, die bereits auf renommierten Festivals in Cannes, Berlin, Venedig und Pula gezeigt wurden. Das Programm bietet vielfältige Geschichten aus aller Welt. Der Film "Sonntage" von Regisseur Alauda Ruiz de Azúa beschäftigt sich mit dem Verhältnis zum Glauben, während "Marinka" von Pieter-Jan De Pue eine kroatische Premiere einer Kriegsgeschichte ist. "Zlatans Nase" von Nils Toftenow untersucht derweil True-Crime-Geschichten aus der Welt des Fußballs.
Unter den Filmen sticht die Dokumentation "Vjesnik, Die letzte Ausgabe" von Regisseur Dražen Klarić hervor, die vom Ende einer journalistischen Ära erzählt. "Drei Wochen später" von Miroslav Terezić erzählt eine Geschichte über zunehmende Peer-Gewalt, und der Thriller "Wie zu Hause" von Gábor Holtai beschäftigt sich mit der Aneignung fremder Leben. Dazu kommt die Doku-Komödie "Yugo geht nach Amerika" der Regisseure Filip Grujić und Aleksa Borković über das, wie betont wird, schlechteste Auto aller Zeiten.
Liebesgeschichten, die in Einwanderergeschichten entstehen, erkunden die Regisseure Janay Boulos und Abd Alkader Habak in "Kriegsvögel". Das Drama "Koke" von Igor Jelinović spricht über Familien und Erbschaften, und über das koloniale Erbe erzählt "Amazomania" von Nathan Grossman. Das Programm umfasst auch die Musikbiografie "Lawinenmann" von Slobodanka Radun, die Dokumentation "Tiger" von Alberto Rodríguez über die Unterwasserwelt, den Film "Minotaurus" von Andrej Zvjagincev sowie die Dokumentation "Was zu tun ist" von Srđan Kovačević über den gewerkschaftlichen Kampf.
Über die besten Filme entscheidet eine Jury, bestehend aus: Regisseur Vinko Brešan, der Leiterin des französischen Festivals FIPADOC Anne Georget und dem Schauspieler Luka Peroš. Das Rahmenprogramm RAFF Talk bietet Gespräche, die dem Journalismus im künstlerischen und schauspielerischen Beruf gewidmet sind. Daran nehmen unter anderem Dražen Klarić, Silvana Menđušić, Zoran Kesić, Goran Navojec, Luka Peroš, Tena Perišin, Marko Stričević und Igor Mirković teil, moderiert von der Journalistin Elizabeta Gojan.
Das Bildungsprogramm für Studierende, RAFF Generation, wird die Journalistin Barbara Štrbac, Đelo Hadžiselimović, den dänischen Filmkritiker Tue Steen Müller sowie den belgischen Produzenten und Verleiher Thierry Detaille willkommen heißen, der zugleich Mentor des Programms für Regisseure und Produzenten RAFF Residency ist. Für die Jüngsten zeigt das Programm RAFF Junior zwei Kinderfilme: den Spielfilm "Pixie" und den Animationsfilm "Der Kristallplanet". Der musikalische Teil des Festivals auf dem Festival Square Pjaceta wird durch den Auftritt von Elvis Stanić und dem Aires Collectiv abgerundet. Das gesamte Programm ist für Besucher kostenlos.
Der RAFF wird gemeinsam von der Stadt Rab und der Volkshochschule Rab organisiert, mit Unterstützung der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar, der Tourismusgemeinschaft Kvarner sowie zahlreicher Partner und Sponsoren.