Die Raiffeisen Bank International (RBI) gab am Mittwochabend bekannt, dass sie nach Ablauf der Frist für ihr freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot Annahmeerklärungen für insgesamt 10.831.435 Aktien der Addiko Bank erhalten hat. Dies entspricht 56,16 Prozent aller angebotenen Aktien und übertrifft die Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent, wie Poslovni dnevnik unter Berufung auf die Veröffentlichung über die Deutsche Börse (via EQS) meldet.
Die Annahmefrist endete am 29. Juli 2026 um 17:00 Uhr. Die RBI hatte das Kontrollangebot für die Addiko Bank am 14. Mai gemäß dem österreichischen Übernahmegesetz gestartet. Zeitgleich hatte auch die slowenische NLB ein Konkurrenzangebot mit einem höheren Preis pro Aktie unterbreitet, doch die Aktionäre schenkten der österreichischen Bank ihr Vertrauen, wie Tportal berichtet.
Schlüsselaktionär: Alta Grupa steuert 9,63 % bei
In der von Tportal zitierten RBI-Mitteilung wird hervorgehoben, dass die Annahmeerklärungen 1.878.167 Addiko-Aktien umfassen, die der Alta Group d.o.o. gehören, was 9,63 Prozent aller ausgegebenen Aktien der Bank entspricht. Diese Beteiligung war entscheidend für das Überschreiten der 55-Prozent-Schwelle.
"Damit wurde die Mindestannahmeschwelle von mehr als 55 % aller zum Angebot stehenden Addiko-Aktien überschritten. Dies beinhaltet 1.878.167 Addiko-Aktien im Besitz der Alta Group d.o.o., was 9,63 % aller ausgegebenen Addiko-Aktien entspricht", heißt es in der RBI-Mitteilung.
Endgültiges Ergebnis steht noch aus
Die Raiffeisen Bank weist darauf hin, dass noch vor Fristablauf eingereichte Annahme- oder Widerrufserklärungen eingehen können und dass die Statusmitteilung noch kein offizielles Ergebnis gemäß österreichischem Recht darstellt. Das endgültige Eigentümerbild wird daher erst nach der offiziellen Bekanntgabe der Angebotsergebnisse bekannt sein.
Die Addiko Bank ist in mehreren Märkten Mittel- und Südosteuropas tätig, darunter auch Kroatien, sodass die Übernahme Auswirkungen auf den heimischen Bankensektor haben könnte.