Raketenschnellboot 'Šibenik' läuft in Split ein
Bürger und Offizielle besichtigten das legendäre Schiff, das an den Operationen 'Maslenica', 'Bljesak' und 'Oluja' teilnahm und anlässlich des 31. Jahrestages der 'Oluja' in die Stadt kam.
Bürger und Offizielle besichtigten das legendäre Schiff, das an den Operationen 'Maslenica', 'Bljesak' und 'Oluja' teilnahm und anlässlich des 31. Jahrestages der 'Oluja' in die Stadt kam.
Am Morgen erregte an der Westküste von Split, zwischen prächtigen Yachten, die imposante Silhouette eines Kriegsschiffs besondere Aufmerksamkeit. Es handelt sich um das Raketenschnellboot der Kroatischen Marine RTOP-21 "Šibenik", das im Rahmen des Programms zur Feier des Sieges- und Heimatdanktages, des Tages der kroatischen Verteidiger sowie des 31. Jahrestages der militärisch-polizeilichen Operation "Oluja" in die Stadt einlief.
Das Schiff, das von Geschichte durchdrungen ist, wurde vom Bürgermeister von Split Tomislav Šuta, dem Gespan des Gespanschaft Splitsko-dalmatinska Blaženko Boban, Vertretern der Veteranenverbände und zahlreichen anderen Gästen besichtigt. Während des Rundgangs lernten sie die technischen Eigenschaften des Schiffes und seine Schlüsselrolle bei der Schaffung der modernen Kroatischen Marine kennen.
Das Schiff wurde 1977 in der Werft Kraljevica gebaut und fuhr zunächst unter der Flagge der Jugoslawischen Marine mit der Kennung RTOP-402. Sein Schicksal wendete sich zu Beginn des Kroatienkrieges, als es sich zur Überholung in der Werft von Šibenik befand und in kroatische Hände überging. Offiziell wurde es am 28. September 1991 in den Bestand der Kroatischen Marine aufgenommen, als es auch seinen heutigen Namen "Šibenik" erhielt.
Während des Krieges schützte die "Šibenik" unermüdlich das kroatische Hoheitsgewässer und leistete den kroatischen Streitkräften im Gebiet von Šibenik und Südkroatien entscheidende Unterstützung. Seine Rolle war auch bei der Sicherung des südlichen Teils der Adria während der großen militärisch-polizeilichen Operationen "Maslenica", "Bljesak" und "Oluja" von entscheidender Bedeutung.
Das Raketenschnellboot ist fast 45 Meter lang, 8,4 Meter breit und hat eine volle Verdrängung von etwa 260 Tonnen. Es kann eine Geschwindigkeit von bis zu 40 Knoten erreichen und wird von etwa dreißig Angehörigen der Kroatischen Marine bemannt. Was die Bewaffnung betrifft, ist es mit einem Buggeschütz Bofors Kaliber 57 Millimeter und einem sechsläufigen Geschütz AK-630M Kaliber 30 Millimeter ausgestattet und ist auch für den Einsatz von Seezielflugkörpern RBS-15B ausgelegt.
Die Ankunft der "Šibenik" trägt auch eine zusätzliche Symbolik. Nach ursprünglichen Ankündigungen sollte an der Westküste ein anderes Schiff ausgestellt werden, die RTOP-12 "Kralj Dmitar Zvonimir", doch das Programm wurde später geändert. So wurde gerade die "Šibenik", das Schiff, das direkt an der Verteidigung des kroatischen Südens beteiligt war, zu einem der eindrucksvollsten Symbole der diesjährigen Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der "Oluja" in Split und erinnert alle an den Mut und das Opfer im Kroatienkrieg.