Die Transferpläne von Real Madrid haben einen schweren Schlag erlitten. Der spanische Nationalspieler und Star von Manchester City, Rodri, wird seine Karriere höchstwahrscheinlich nicht im Santiago Bernabéu, sondern bei Erzrivale Barcelona fortsetzen. Diese Nachricht hat beim portugiesischen Strategen auf der Bank des Königlichen Klubs heftige Reaktionen ausgelöst.
Mourinhos Wut und erzwungene Planänderung
Laut der spanischen Zeitung SPORT reagierte Mourinho wütend, als er erfuhr, dass sein Hauptziel für das Mittelfeld zu Barcelona wechselt. Das Ergebnis traf ihn besonders, da er einen Großteil seiner taktischen Ideen für die neue Saison genau um Rodris Ankunft aufgebaut hatte und ihn als den Spieler ansah, der das Schlüsselproblem im Mittelfeld lösen würde.
Nach dem geplatzten Transfer führte der portugiesische Trainer mehrere angespannte Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen. Anschließend teilte ihm die Vereinsführung mit, dass sie während der restlichen Transferperiode keinen neuen Mittelfeldspieler verpflichten wolle. Deshalb muss Mourinho seine Mannschaft mit den aktuell verfügbaren Spielern anpassen.
Silva und Güler übernehmen Verantwortung
Im neuen System sollen Bernardo Silva und Arda Güler eine größere Rolle in der Spielorganisation übernehmen. Silva könnte sich tiefer ins Mittelfeld zurückziehen und neben dem französischen Nationalspieler Aurelien Tchouameni vor der Abwehr spielen. Der junge türkische Mittelfeldspieler Güler hingegen soll noch mehr Verantwortung in der Kreativität übernehmen.
Laut Berichten sieht Mourinho in Güler den potenziellen Hauptspielmacher, ähnlich der Rolle, die einst Mesut Özil innehatte. Das Trainerteam wird die letzten Vorbereitungswochen nutzen, um das neue System einzuüben, und der Verein hofft, dass die technische Qualität von Silva und Güler das Problem des fehlenden klassischen defensiven Mittelfeldspielers verringern könnte.
Dominoeffekt im Old Trafford
Rodris Entscheidung hat auch die Pläne anderer Vereine beeinflusst. Manchester United, trainiert von Michael Carrick, hat die Situation um Tchouameni angeblich genau verfolgt. Der englische Klub hoffte, dass der französische Nationalspieler verfügbar werden könnte, falls Real Madrid Rodri verpflichtet. Nach der jüngsten Wendung ist diese Möglichkeit nun deutlich unwahrscheinlicher geworden.
Barcelona formt das Mittelfeld um
Während in Madrid an Plan B gearbeitet wird, bereitet man sich in Barcelona auf die Ankunft einer großen Verstärkung vor. Die Verhandlungen mit Manchester City laufen, und Rodris Ankunft würde das Mittelfeld unter Trainer Hansi Flick erheblich umgestalten.
Zunächst sind Frenkie de Jong und Marc Casadó betroffen. De Jong, der sich gerade von einer schweren Knieverletzung erholt, wird bei seiner Rückkehr mit deutlich größerer Konkurrenz um einen Platz in der Startelf konfrontiert. Für Casadó hat Flick bereits früher klar gemacht, dass er sich am besten einen neuen Verein suchen sollte, und nun deutet alles auf einen Wechsel in die saudische Roshn League hin.
Junge Talente aus La Masia im Fokus
Ein weiteres Talent aus La Masia, der 19-jährige Toni Marquez, steht ebenfalls vor dem Absprung. Sportdirektor Deco wird eine Vereinbarung mit Rückkaufklausel anstreben, um so finanzielle Vorteile und Kontrolle über die Zukunft des Spielers zu sichern. Auf der anderen Seite könnte sein Altersgenosse Marc Bernal profitieren. Goal.com berichtet, dass Rodri trotz kurzfristiger Blockade für Bernal der "beste mögliche Lehrer" sein könnte, angesichts seiner Jugend und seines Potenzials.
Bernal hat in den Jugendkategorien und in der letzten Saison in der ersten Mannschaft auch ein Auge für Tore bewiesen, was bedeutet, dass er mit Rodri auf dem Feld stehen und eine offensivere Rolle übernehmen könnte. Im Gegensatz zu ihnen bleiben Pedri und Gavi für Hansi Flick unantastbar, und ihre Rollen im neuen System mit Rodri könnten noch bedeutender werden.