Reijnders vor dem Abschied von City nach nur einem Jahr?
Der niederländische Mittelfeldspieler, Teamkollege von Kovačić und Gvardiol, könnte seine Karriere in Saudi-Arabien fortsetzen, während City bereits einen Ersatz beim FC Chelsea sucht.
Der niederländische Mittelfeldspieler, Teamkollege von Kovačić und Gvardiol, könnte seine Karriere in Saudi-Arabien fortsetzen, während City bereits einen Ersatz beim FC Chelsea sucht.
Tijjani Reijnders (28) könnte Manchester City nach nur einer Saison verlassen. Der niederländische Mittelfeldspieler war im vergangenen Sommer für 55 Millionen Euro aus Mailand gekommen, doch nach Informationen von 24sata und Goal.com befindet sich der saudische Erstligist Al-Qadsiah in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem englischen Klub, und auf dem Tisch liegt ein Angebot von 60 Millionen Euro.
Reijnders kam mit großen Erwartungen zu City, und die Fans sahen in ihm den potenziellen Nachfolger von Kevin De Bruyne. Nach der Klub-Weltmeisterschaft fand er zu einer herausragenden Torform und erzielte in einem Monat vier seiner fünf Ligatore. Die Saison beendete er mit 50 Einsätzen in allen Wettbewerben, sieben Toren und acht Vorlagen, doch seine Spielzeit sank nach Februar drastisch. In den letzten 15 Ligaspielen stand er nur zweimal in der Startelf und kam in neun Spielen gar nicht zum Einsatz.
Der Abstieg in der Hierarchie fiel mit dem Abschied von Pep Guardiola zusammen, der nach zehn Jahren die Bank von City verließ. Guardiola bevorzugte im Herzen des Mittelfelds bewährte Kräfte wie Rodri und Bernardo Silva, und auch Nico González stand in der Rotation vor dem Niederländer. Reijnders übermittelte für die niederländische Zeitung De Telegraaf Guardiolas Worte aus der Kabine: "Es ist seine Entscheidung. Er hat uns gesagt, dass er nicht mehr die Energie hat, die Jungs zu enttäuschen, wenn sie nicht im Kader stehen oder nicht spielen. Nach zehn Jahren ist Schluss. Das verstehe ich auch." Der Niederländer beschrieb Guardiola zudem als "einen sehr intensiven Trainer und ein Fußballgenie".
Die Ankunft des neuen Trainers Enzo Maresca, ehemaliger Assistent von Guardiola, brachte keine Wende. Laut Medienberichten ist Reijnders nicht in Marescas langfristigen Plänen. Interesse zeigten Juventus, Milan, Nottingham Forest, Newcastle, Atlético Madrid und Galatasaray, und Nottingham Forest soll bereit gewesen sein, 64 Millionen Euro zu bieten.
Der ehemalige Finanzberater von City, Stefan Borson, warnte, dass italienische Klubs "geizig" seien und wahrscheinlich nur eine Leihe mit Kaufoption anbieten würden, was City keine Rückkehr des investierten Geldes garantieren würde. Im Falle eines Verkaufs von Reijnders würde auch Milan profitieren, das eine Klausel über einen Prozentsatz am Weiterverkauf besitzt.
Dennoch scheint das konkreteste Angebot aus Saudi-Arabien zu kommen. Fabrizio Romano berichtete, dass Al-Qadsiah und Manchester City einer Einigung nahe sind, doch die Zustimmung des Spielers selbst ist entscheidend. Reijnders zögert noch, ob ein Wechsel ins Wüstenland der richtige Schritt in den besten Jahren seiner Karriere ist.
Während die Saga um Reijnders andauert, arbeitet Manchester City bereits an der Verstärkung des Mittelfelds. Laut Journalist Ben Jacobs möchte der Klub Enzo Fernández vom FC Chelsea verpflichten, und Maresca kennt ihn gut aus gemeinsamer Zeit in London. Chelsea verlangt jedoch 140 Millionen Euro für den Argentinier, während City angeblich bereit war, 100 Millionen zu zahlen.
City hat in diesem Sommer bereits Elliott Anderson von Nottingham Forest verpflichtet, und die Transferbeträge variieren je nach Quelle: Goal.com nennt in einem Artikel mehr als 130 Millionen Euro und in einem anderen 135 Millionen Euro. Neben Anderson bilden auch Matheus Nunes, Nico González, Mateo Kovačić, Rayan Cherki, Phil Foden und Claudio Echeverri die Konkurrenz im Mittelfeld, während die Zukunft von Rodri, der mit Barcelona in Verbindung gebracht wird, weiterhin ungewiss ist.
Laut The Athletic hat Chelsea interessierten Klubs, darunter Manchester City und Real Madrid, eine Frist bis Freitagabend gesetzt, um für Fernández 140 Millionen Euro zu bieten.