Eine extreme Hitzewelle, die Ostasien heimgesucht hat, verursachte beispiellose Schäden in der Landwirtschaft, und in Südkorea wurden Kartoffeln buchstäblich im Boden gekocht. Landwirte stehen ohne Einkommen da, während die Temperaturen in Japan und Hongkong Rekorde brachen.
Kartoffeln zerfallen nach wenigen Hitzetagen
Im südkoreanischen Landkreis Yanggu wurden Kartoffeln nach nur wenigen Tagen extremer Temperaturen weich und begannen zu zerfallen. Der Landwirt Lee Sang-hyuk beschrieb den Anblick mit den Worten: "Sie sehen aus wie gekochte Kartoffeln. Es betrifft nicht nur ein oder zwei Felder."
Die südkoreanische Stadt Yangsan maß am 2. August 2026 42,5 °C, die höchste Temperatur im Land seit Beginn moderner Messungen. Nach Informationen, die von N1 Kroatien übermittelt wurden und auf einem Bericht des Guardian basieren, verursachten die hohen Temperaturen mindestens 31 Todesfälle und führten außerdem zum Tod von über 900.000 Stück Vieh und 1,4 Millionen Zuchtfischen.
Rekorde auch in Japan und Hongkong
In Japan überschritten die Temperaturen an mehreren Orten 40 °C. Das Land erklärte erstmals den sogenannten "grausam heißen Tag", eine neue Kategorie für Temperaturen über 40 °C. In Tokio starben im Zoo drei Löwen vermutlich an einem Hitzschlag.
In Hongkong erreichte die Temperatur 36,9 °C, der höchste Wert seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen im Jahr 1884. Die extreme Hitze betraf auch China, wo in der Region Xinjiang sogar 50 °C gemessen wurden, und Nordkorea, wo die Nachttemperaturen über 25 °C lagen, was als Tropennächte bezeichnet wird.
Landwirte bleiben ohne Einkommen
In Gwangju verlor der Wassermelonenproduzent Hong Kyung-hee seine Ernte, die nur wenige Tage zuvor völlig gesund ausgesehen hatte. "In meinen 50 Jahren in der Landwirtschaft habe ich so etwas noch nie gesehen", sagte er. Erdbeerproduzenten stehen vor ähnlichen Herausforderungen, und ein Teil der Verluste ist nicht durch Versicherungen abgedeckt, da das System in Südkorea nur bestimmte Kulturarten, Anbaumethoden und Gebiete abdeckt.
Wissenschaftler warnen vor Klimawandel
Laut einer Studie des japanischen Weather Attribution Centre wäre eine Hitzewelle wie die in Japan ohne den Einfluss der globalen Erwärmung nahezu unmöglich gewesen. Die Weltorganisation für Meteorologie betont, dass Asien im Zeitraum von 1991 bis 2025 einen Temperaturanstieg verzeichnete, der etwa doppelt so schnell war wie in den vorangegangenen drei Jahrzehnten.
Experten prognostizieren, dass Hitzewellen häufiger und intensiver werden. Daher sind neben der Reduzierung von Treibhausgasemissionen auch ernsthafte Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel erforderlich.