Rijeka holt Kabadayi aus Augsburg
Der 22-jährige deutsche Stürmer wechselt auf Leihbasis bis Saisonende mit Kaufoption nach Rujevica, die Weißen hoffen auf eine Wiederholung des Erfolgs früherer Spieler, die im Rijeka-Trikot durchstarteten.
Der 22-jährige deutsche Stürmer wechselt auf Leihbasis bis Saisonende mit Kaufoption nach Rujevica, die Weißen hoffen auf eine Wiederholung des Erfolgs früherer Spieler, die im Rijeka-Trikot durchstarteten.
HNK Rijeka soll bald eine bedeutende Verstärkung im Angriff erhalten. Yusuf Kabadayi, ein 22-jähriger Fußballer aus München, wechselt auf Leihbasis vom deutschen Verein Augsburg bis zum Saisonende nach Rujevica, mit Kaufoption, wie die Novi list bestätigt. Der junge Offensivspieler, der sich rühmen kann, vor drei Jahren beim FC Bayern aus seiner Heimatstadt unterschrieben zu haben, soll die neue Lösung für Trainer Kek im Sturmzentrum und auf den Flügelpositionen sein.
Der Transfer, der sich fast einen Monat hinzog, obwohl er praktisch abgeschlossen war, steht nun vor dem Abschluss. Kabadayi soll sich den Weißen anschließen, sobald alle Parteien die Dokumente unterschrieben haben. In seiner kurzen Karriere sammelte er bereits Erfahrung bei Leihen zu Schalke 04 und dem türkischen Klub Gaziantep, und bei Augsburg hat er einen gültigen Vertrag bis 2028. Sein Aufstieg wurde vorübergehend durch eine Knieverletzung gestoppt, doch in Rijeka glaubt man, einen Spieler mit großem Potenzial bekommen zu haben.
Kabadayi wird im kroatischen Fußball kein völlig Fremder sein. Sein Freund, der kroatische Fußballer Gabriel Vidović, der in Augsburg mit nur zwei Monaten und einem Tag Abstand geboren wurde, hat ihn bereits mit den Gegebenheiten in der SuperSport HNL vertraut gemacht. Interessanterweise werden diese beiden Spieler, die zusammen aufgewachsen sind, nun auf den kroatischen Rasenplätzen zu Rivalen. Kabadayi spielte in den Jugendkategorien für die türkische Nationalmannschaft, entschied sich später jedoch für die deutsche.
Auf Rujevica hofft man, dass Kabadayi in die Fußstapfen seiner Vorgänger tritt, die aus Deutschland kamen und einen kometenhaften Aufstieg erlebten. Das jüngste Beispiel ist Franjo Ivanović, der vor drei Jahren direkt aus der zweiten Mannschaft von Augsburg kam und sich mit seinen Leistungen einen Transfer zu Benfica erkämpfte. Obwohl Ivanović aufgrund geringerer Spielzeit in Portugal nur eine vorläufige Einladung in die kroatische Nationalmannschaft erhielt, steht er nun vor einem weiteren großen Schritt in seiner Karriere. Um seine Unterschrift kämpfen Lazio und Lens. Eine Leihe mit Kaufoption zu Gennaro Gattuso bei Lazio schien fast sicher, doch nun hat sich auch der französische Vizemeister Lens ins Rennen eingeschaltet, der identische Bedingungen und Einsätze in der Champions League bietet. Die endgültige Entscheidung liegt bei Ivanović selbst, dessen Priorität Spielzeit ist, die ihn zurück zu den Feuertaufen von Nationaltrainer Slaven Bilić bringen würde.
Ein noch größerer Erfolg für Rijeka ist die Geschichte von Marco Pašalić. Auch er kam aus Deutschland nach Rujevica, und heute ist er ein fester Bestandteil der kroatischen Nationalmannschaft mit einem Auftritt bei der Weltmeisterschaft in den USA. Wenn Kabadayi nur einen Teil dessen zeigt, was Ivanović und Pašalić geleistet haben, hat Rijeka eine große Verstärkung bekommen.