Der kroatische Schauspieler Robert Plemić, der den Zuschauern durch seine Rolle als kontroverser Priester Luka Laušić in der beliebten Seifenoper ‚Verbotene Liebe' in Erinnerung geblieben ist, ist nach vollen 15 Jahren Abwesenheit auf die Bildschirme zurückgekehrt. Der Schauspieler, der kürzlich seinen 56. Geburtstag feierte, hat die Rolle des fürsorglichen Vaters Drago Šimata in der Serie ‚Im Guten wie im Bösen' auf Nova TV angenommen, und viele Zuschauer erkannten ihn zunächst nicht.
Ein Priester, der eine Generation prägte
Die Figur des Luka Laušić aus ‚Verbotene Liebe' blieb eine der unvergesslichsten Figuren der kroatischen Fernsehproduktion. Der Priester, der sich in Iva verliebte und erwog, sein Priesteramt aufzugeben, um schließlich bei seiner Entscheidung zu bleiben, erregte große Aufmerksamkeit bei den Zuschauern und löste zahlreiche Diskussionen aus. Neben ‚Verbotene Liebe' war Plemić auch in der Serie ‚Die besten Jahre' zu sehen, wo er eine kleinere Rolle als Arzt der Hauptfigur Lorena Levaj spielte.
Fünfzehn Jahre dem Theater gewidmet
Der Grund für die lange Abwesenheit von den Bildschirmen war nicht Untätigkeit, sondern eine bewusste Entscheidung, sich dem Theater zu widmen. Plemić erklärte gegenüber Dnevnik.hr, was ihn so lange von den Fernsehstudios fernhielt.
"All die Jahre war ich ausschließlich auf das Theater fokussiert. Ich würde nicht sagen, dass ich aufgeregt bin, aber dieser Wechsel tut mir gut. Ich liebe das Theater, der Prozess der Rollenentstehung ist immer reizvoller und die Herausforderungen, die die Theaterarbeit mit sich bringt, aber mir scheint, ich habe das Theater ein wenig satt. Wenn ich das laut sage, sagen alle, das sei normal. Es war intensiv, anspruchsvoll, das Theater ist ein anspruchsvolles Medium. Dieses Engagement bei Nova TV ist mir auf jeden Fall willkommen", sagte Plemić gegenüber Dnevnik.hr.
Das Theater ist seinen Worten zufolge ein äußerst anspruchsvolles Medium, das vollständige Hingabe erfordert. Die Intensität dieser Arbeit, die er als erschöpfend, aber auch äußerst wertvoll beschrieb, brachte ihn im Laufe der Zeit an den Punkt, an dem er bereit war, eine neue Herausforderung anzunehmen und sich dem Fernsehen zuzuwenden.
Familie als größte Unterstützung
Neben der beruflichen Seite sprach Plemić auch über sein Privatleben, das er sonst sorgfältig vor der Öffentlichkeit schützt. Mit seiner Frau Suzana, die er gerne Suzi nennt, ist er seit 22 Jahren verheiratet, und gemeinsam haben sie zwei Söhne, Bard und Moris.
"Über mein Privatleben spreche ich nicht in der Öffentlichkeit. Ich halte es innerhalb unserer vier Wände. Mit Suzi bin ich seit zweiundzwanzig Jahren verheiratet und wir haben zwei Kinder. Zwei Söhne, Bard und Moris. Ja, sie ist meine größte Unterstützung. Ihre Meinung ist mir die wichtigste, weil wir schon so lange zusammen sind, dass wir absolut ehrlich sein können. Wir vier sind ein Team", betonte der Schauspieler.
Ein Neuanfang auf den Bildschirmen
Die Rückkehr von Robert Plemić ins Fernsehen zeigt, wie erfahrene Theaterschauspieler Frische und Tiefe in Fernsehrollen bringen können. Die Serie ‚Im Guten wie im Bösen' auf Nova TV hat damit einen Schauspieler mit reicher Hintergrunderfahrung gewonnen, und die Zuschauer haben die Gelegenheit, ein bekanntes Gesicht in neuem Gewand zu verfolgen. Die Reaktionen des Publikums, das ihn zunächst nicht erkannte, zeugen davon, wie sehr er sich in den Jahren, die er den Theaterbrettern widmete, verändert hat.
Robert Plemić schließt damit ein Kapitel und eröffnet ein neues, während er die Liebe zum Theater bewahrt, aber auch das Fernsehen als Medium annimmt, das ihm, wie er selbst sagt, in diesem Moment guttut. Ob diese Rückkehr dauerhaft oder vorübergehend sein wird, bleibt abzuwarten, aber sicherlich werden die Zuschauer seine Figur in der Fortsetzung der Serie gespannt verfolgen.