Der Vorsitzende des Veteranenverbands der 7. Gardebrigade, Robert Puja, erklärte, dass Veteranen nicht "mit irgendeinem vergangenen Regime" gleichgesetzt werden dürften. Diese Botschaft richtete er während der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Knin, wo er auch durch seine physische Position zwischen den beiden höchsten Staatsbeamten Aufmerksamkeit erregte.
"Pufferzone" mit klarer Botschaft
Puja befand sich bei der Gedenkfeier zum Sturm in der ersten Reihe vor der Bühne, genau zwischen Premierminister Andrej Plenković und Präsident Zoran Milanović. In der Öffentlichkeit wurde diese Rolle schnell als "Pufferzone" zwischen zwei verfeindeten politischen Hügeln bezeichnet.
Doch im Schatten dieser Debatte blieb seine Kernbotschaft. Puja betonte, dass er möchte, dass die Rolle seiner Kameraden ausschließlich durch die Wahrheit über den Heimatkrieg gewürdigt wird, ohne jede Verbindung zu vergangenen Regimen.
Was von der Rednertribüne nicht zu hören war
Interessanterweise war eine solche Botschaft nicht in den Reden des Parlamentspräsidenten, des Staates oder der Regierung zu hören. Dieses Fehlen erhält zusätzliches Gewicht, wenn man bedenkt, was sich gleichzeitig nur wenige hundert Meter entfernt abspielte.
Dort beschämten Marko Skejo und Dražen Keleminec die Feier zum Sturm mit Ustascha-Rufen aus dem Zweiten Weltkrieg und schufen eine doppelte Konnotation, die, wie die Zeitung berichtet, "qualitativ bis zu einem neuen Anlass fortlebte".