Mehr als tausend Schüler der Grundschule Ivana Goran Kovačić und des XVIII. Gymnasiums an der Zagreber Šalata besuchen seit zwei Jahren den Unterricht in anderen Schulen. Mit dem Näherrücken des neuen Schuljahres und dem zuvor angekündigten Abschlusstermin der Arbeiten am 1. September 2026 wächst bei Eltern und Schülern die Sorge, ob sie rechtzeitig in ihr Gebäude zurückkehren können.
Die Unsicherheit wurde Anfang Juli 2026 zusätzlich durch die Information über einen Wassereinbruch in der Schulsporthalle verstärkt. Die Stadt Zagreb antwortete darauf mit einem detaillierten Bericht über den Fortschritt der Arbeiten, bestätigte jedoch den Vorfall weder direkt noch dementierte ihn, sondern betonte den Umfang der bisher geleisteten Arbeit.
Konstruktion verstärkt, Tischlerarbeiten fast abgeschlossen
Aus der Stadt Zagreb verlautet, dass einer der wichtigsten Abschnitte der Renovierung, die Verstärkung der Konstruktion, vollständig abgeschlossen ist. "Die Verstärkung der Konstruktion ist vollständig abgeschlossen. Die Arbeiten zur Montage der Aluminiumfenster sind ebenfalls fast vollständig beendet, wobei noch Arbeiten in der Aula und der Sporthalle ausstehen. Die Arbeiten zur Abdichtung des Dachs und zur Montage der Eternit-Dachplatten stehen kurz vor dem Abschluss", so die Stadt.
Gleichzeitig ist das Innere des Gebäudes noch eine Baustelle. "Im inneren Teil des Gebäudes wurden neue Verglasungen in den Klassenzimmern im 1. und 2. Stock angebracht. Die Unterkonstruktion für Trockenbauarbeiten wurde im Erdgeschoss und im ersten Stock fertiggestellt. Parallel laufen Arbeiten an der Verlegung der Elektroinstallationen, der mechanischen Installationen, der Wasser- und Abwasserleitungen. Außerdem wird derzeit die Fassadendämmung an der Südfassade des Gebäudes angebracht und die Montage des Fassadengerüsts fortgesetzt", heißt es in der Antwort.
Gebäude aus den 1950er Jahren und unerwartete Probleme
Die Stadt Zagreb erinnerte erneut an die Gründe, warum die Renovierung länger gedauert hat als ursprünglich geplant. Das in den 1950er Jahren errichtete Gebäude ist ein geschütztes Kulturgut, und erst nach Beginn der Arbeiten wurde festgestellt, dass sein tatsächlicher Zustand erheblich von der vorhandenen Dokumentation abweicht.
"Als man mit der Renovierung begann, stellte man fest, dass die Konstruktion in weiten Teilen nicht den Plänen entspricht und dass sich das Schulgebäude in einem deutlich schlechteren Zustand befindet als im Projekt vorgesehen", erklärten sie aus der Stadt. Sie fügten hinzu, dass dies nicht früher festgestellt werden konnte, da keine entsprechende Dokumentation existierte. "Erst als die Fundamente freigelegt und der Putz von Wänden, Säulen und Decken entfernt wurde, offenbarte sich der wahre Zustand. Die Abweichungen waren erheblich und das Renovierungsprojekt musste daran angepasst werden, was unweigerlich eine Verlängerung der Bauarbeiten bedeutete."
Priorität und Kommunikation mit den Eltern
Die Stadt Zagreb betont, dass der Abschluss der Renovierung dieser Schule absolute Priorität hat. "Die Renovierung der Grundschule I. G. Kovačić und des XVIII. Gymnasiums hat für die Stadt Zagreb Priorität, und wir kommunizieren kontinuierlich mit allen am Bau Beteiligten die Dringlichkeit und Priorität. Gleichzeitig steht die Stadt in Kontakt mit der Schule und dem Elternrat bezüglich der Organisation des Unterrichts im nächsten Schuljahr", so die Botschaft.
Trotz der Zusicherungen warten Eltern und Schüler ungeduldig auf eine konkrete Bestätigung, ob sie am 1. September 2026 in die renovierten Klassenzimmer einziehen können. Angesichts des Umfangs der noch laufenden Arbeiten ist fraglich, ob dieser Termin eingehalten werden kann.