Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Gruppenangriff mit hochpräzisen bodengestützten Waffen auf Ziele in Kiew und Saporischschja durchgeführt, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag, dem 11. August 2026, mit. Sie geben an, dass Unternehmen der Rüstungsindustrie sowie Transport- und Logistikzentren getroffen wurden, die nach ihren Angaben die ukrainischen Verteidigungskräfte versorgt haben.
Was in Kiew getroffen wurde
In der ukrainischen Hauptstadt behauptet das russische Ministerium, zwei Schlüsselstandorte angegriffen zu haben. Der erste ist das Terminal "Nova Poshta", ein automatisiertes Sortierkomplex, der angeblich zur Lagerung und Verteilung von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck diente. Unter diesen Gütern befanden sich laut russischem Bericht Komponenten für die Herstellung von unbemannten Luftfahrzeugen großer und mittlerer Reichweite sowie Teile für Robotersysteme und Mittel für die elektronische Kriegsführung.
Das zweite Ziel war das Transport- und Logistikzentrum Kiew-3, auch bekannt als Büro- und Lagerkomplex "San-Park". Es handelt sich um eine riesige Lagerfläche von etwa 50.000 Quadratmetern. Die russische Seite behauptet, dass dort bis zu 15.000 Einheiten von Angriffs-FPV-Drohnen gelagert wurden, einschließlich Modellen, die mit Wärmebildkameras wie "Beschket", "Spuk", "Komik-A" und "Gorobez" ausgestattet sind, sowie die dazugehörigen Bodenkontrollstationen und Ersatzteile.
Angriff auf das Stahlherz in Saporischschja
In der Stadt Saporischschja war das Hüttenwerk Saporischschstal das Ziel des Angriffs, das Teil der Metinvest-Gruppe ist. Es handelt sich um einen der führenden Hersteller von Blechen in der Region. Das russische Verteidigungsministerium betont, dass die Produkte dieses Werks als Grundlage für die Herstellung von Schutzstrukturen, Befestigungsmodulen, Panzerungen für Militärtechnik und Platten für kugelsichere Westen verwendet werden. Sie fügen hinzu, dass auf dem Werksgelände Schutzschirme an schwerer Panzertechnik angebracht wurden, die zur Verteidigung gegen FPV-Drohnenangriffe dienen.
Die Informationen über den Angriff wurden auf dem offiziellen Telegram-Kanal des russischen Verteidigungsministeriums sowie auf dem Kanal von Boris Roschin (Colonel Cassad) veröffentlicht, der die identische Mitteilung übermittelte. Die ukrainische Seite hat diese Angaben über das Ausmaß der Schäden und die getroffenen Ziele bisher nicht offiziell kommentiert.