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Russland baut sein Starlink in beschleunigtem Tempo

Der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes Wadym Skibizki warnt, dass Moskau das Satellitensystem 'Rasswet' deutlich schneller einführt als geplant, was das Kräfteverhältnis an der Front verändern könnte.

Foto: Aliaksei Semirski na Pexels
Kurz gesagt
  • Russland entwickelt das Satellitensystem Rasswet, ein Pendant zu Starlink, und hat bereits 16 Satelliten gestartet.
  • Der Plan sieht vor, bis 2027 292 Satelliten und bis 2035 sogar 924 zu erreichen, was eine kontinuierliche Kommunikation ermöglichen würde.
  • Der ukrainische Geheimdienst warnt, dass das vollständige Netzwerk wie Starlink funktionieren wird, und sucht nach Verteidigungsmöglichkeiten.
  • Derzeit überfliegen die Satelliten die Ukraine viermal täglich und ermöglichen nur eine begrenzte Kommunikation.

Russland hat die Entwicklung seines eigenen Satellitenkommunikationssystems "Rasswet" (russ. Рассвет) deutlich beschleunigt, das als heimische Alternative zum amerikanischen Starlink dienen soll, erklärte am Montag der stellvertretende Chef der Hauptverwaltung für Aufklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Wadym Skibizki. Das Tempo der Satellitenstarts übertrifft die ursprünglichen russischen Pläne, was in Kiew Alarm ausgelöst hat.

"Moskau führt ‚Rasswet' ein, praktisch das russische Pendant zum Starlink-System. Sie haben begonnen, es deutlich schneller zu starten, als in ihren Plänen vorgesehen", sagte Skibizki, wie das regionale Portal Webtribune berichtet.

Ambitionierte Pläne: von 16 auf fast tausend Satelliten

Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes hat Russland bereits im März 2026 16 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Die Pläne sind jedoch weitaus ehrgeiziger: Bis 2027 soll die Konstellation auf 292 Satelliten anwachsen, bis 2035 sogar auf 924. Die Satelliten werden von der russischen Firma "Büro 1440" entwickelt.

Derzeit ist die operative Fähigkeit des Systems durch die Position der Satelliten im Orbit begrenzt. Die "Rasswet"-Satelliten überfliegen das ukrainische Territorium viermal täglich und ermöglichen mindestens zwei Kommunikationsfenster pro Tag, wobei jedes länger als eine Stunde dauert. Dies bietet noch keine kontinuierliche Satellitenverbindung, aber eine Erhöhung der Satellitenzahl sollte diese Einschränkung beseitigen.

Wie kann man sich gegen Rasswet verteidigen?

Skibizki betont, dass die Situation kritisch würde, sobald Russland die vollständige geplante Konstellation im Orbit platziert hat. "Wenn die Russen die volle Satellitengruppe einsetzen, wird dieses System wie Starlink funktionieren. Es wird bereits darüber diskutiert, wie man sich dagegen verteidigen kann", warnte der hochrangige ukrainische Beamte.

Die Entwicklung von "Rasswet" wird vom ukrainischen Militärgeheimdienst genau beobachtet, da das System nach Erreichen der vollen operativen Fähigkeit der russischen Armee eine stabile Kommunikation unabhängig von bestehenden ausländischen Systemen ermöglichen könnte. Ein vollständiges Satellitennetzwerk würde Russland eine Kommunikationsresilienz bieten, wie sie die Ukraine bisher durch Starlink erhalten hat.

Häufige Fragen
Was ist das russische Satellitensystem Rasswet? +
Rasswet ist ein russisches Satellitenkommunikationssystem, das als heimische Alternative zum amerikanischen Starlink entwickelt wird und von der Firma Büro 1440 hergestellt wird.
Wie viele Satelliten plant Russland zu starten? +
Bis 2027 sollen 292 Satelliten erreicht werden, bis 2035 insgesamt 924 Satelliten in der Konstellation.
Warum sieht Kiew Rasswet als Bedrohung? +
Die vollständige Konstellation würde der russischen Armee eine stabile und unabhängige Kommunikation an der Front ermöglichen, ähnlich dem, was Starlink den ukrainischen Streitkräften bietet.
Wann hat Russland die ersten Satelliten gestartet? +
Die ersten 16 Satelliten wurden im März 2026 gestartet, deutlich schneller als ursprünglich geplant.

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