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Russland startet sein eigenes Starlink in Rekordzeit: Rassvet kommt früher als geplant

Der ukrainische Militärgeheimdienst warnt, dass Moskau das Satellitensystem Rassvet deutlich schneller entwickelt als geplant. Bisher wurden 16 Satelliten gestartet, bis 2027 sollen es 292 sein.

Foto: Telegram
Kurz gesagt
  • Russland entwickelt das Satellitensystem Rassvet, ein Pendant zu Starlink, schneller als geplant.
  • Im März 2026 wurden 16 Satelliten gestartet, bis 2027 ist eine Konstellation von 292 Satelliten geplant.
  • Das System funktioniert derzeit nur zeitweise über der Ukraine, wird aber mit einem vollständigen Netzwerk wie Starlink funktionieren.
  • Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) sucht bereits nach Möglichkeiten, dieser Bedrohung entgegenzuwirken.

Russland arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung eines eigenen Satellitenkommunikationssystems namens Rassvet (russ. Rassvet), das als Pendant zum amerikanischen Starlink dienen soll. Nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen Beamten hat Moskau bereits die ersten Satelliten gestartet, und das in einem Tempo, das die ursprünglichen Pläne übertrifft.

Warnung aus Kiew

Der stellvertretende Leiter der Hauptverwaltung für Aufklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums (HUR), Generalmajor Wadym Skibitskyj, erklärte in einem Interview mit RBC-Ukraine, dass Russland das System "Rassvet" einführt, das er als "praktisch das russische Pendant zum Starlink-System" beschrieb.

"Moskau führt ‚Rassvet' ein, praktisch das russische Pendant zum Starlink-System. Und sie haben mit der Einführung deutlich früher begonnen, als in ihren Plänen vorgesehen war", sagte Skibitskyj.

Ambitionierte Pläne für eine Satellitenkonstellation

Nach Informationen des ukrainischen Geheimdienstes hat Russland im März 2026 16 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Das ist erst der Anfang eines ambitionierten Plans, der die Schaffung einer Konstellation von 292 Satelliten bis 2027 vorsieht, mit dem Endziel, bis 2035 auf 924 Satelliten zu erweitern.

Der Berater des ukrainischen Präsidenten für die Entwicklung von Verteidigungstechnologien, Serhii "Flash" Beskrestnov, berichtete zuvor, dass Russland auch eine zweite Serie von Rassvet-Satelliten gestartet hat. Bereits im Mai hatte er angegeben, dass sich das System in einer frühen Entwicklungsphase befinde und nicht über genügend Satelliten für den vollen Betrieb verfüge.

Begrenzte, aber wachsende Bedrohung

Derzeit ist die Reichweite des Systems begrenzt. Skibitskyj erklärt, dass die Satelliten vorerst nur zeitweise funktionieren können, und zwar ausschließlich, wenn sie über ukrainisches Territorium fliegen. Die Situation wird sich jedoch drastisch ändern, sobald Russland ein vollständiges Satellitennetzwerk aufgebaut hat.

"Derzeit können sie nur fragmentarisch arbeiten, wenn ein Satellit über unser Territorium fliegt. Wenn die Russen eine vollwertige Satellitenkonstellation aufbauen, wird dieses System wie Starlink funktionieren", warnte Skibitskyj.

Der stellvertretende HUR-Chef verriet außerdem, dass die Ukraine bereits aktiv nach Wegen sucht, sich dieser neuen Bedrohung entgegenzustellen. "Es wird bereits darüber diskutiert, wie man dagegen vorgehen kann", fügte er hinzu.

Strategische Implikationen

Die Einrichtung eines voll funktionsfähigen Systems wie Starlink würde den russischen Streitkräften einen erheblichen Vorteil bei der Kommunikation auf dem Schlachtfeld verschaffen, indem es eine sichere und stabile Verbindung unabhängig von der Bodeninfrastruktur ermöglicht. Dies könnte die Dynamik des Konflikts verändern, da die ukrainischen Streitkräfte bisher einen Vorteil bei der Nutzung kommerzieller Satellitenkommunikation hatten.

Häufige Fragen
Was ist das russische System Rassvet? +
Rassvet ist ein russisches Satellitenkommunikationssystem, das als Pendant zum amerikanischen Starlink entwickelt wird. Ziel ist es, eine sichere Satelliten-Internetverbindung unabhängig von der Bodeninfrastruktur bereitzustellen.
Wie viele Satelliten hat Russland bisher gestartet? +
Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes hat Russland im März 2026 16 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Geplant sind 292 Satelliten bis 2027 und 924 bis 2035.
Kann Rassvet derzeit die ukrainische Kommunikation gefährden? +
Derzeit nicht. Das System funktioniert nur zeitweise und ausschließlich, wenn ein Satellit über ukrainisches Territorium fliegt. Die volle Betriebsfähigkeit wird erst mit einer vollständigen Satellitenkonstellation erreicht.
Wie plant die Ukraine, sich gegen Rassvet zu wehren? +
Generalmajor Wadym Skibitskyj erklärte, dass bereits Diskussionen über Möglichkeiten geführt werden, sich diesem System entgegenzustellen, konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht veröffentlicht.

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