Das Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League zwischen Pafos und Hajduk, das am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, stattfand, endete mit einer der schwersten Niederlagen des Splitter Klubs in der jüngeren Geschichte. Der zypriotische Klub siegte nach Verlängerung mit 4:0, drehte das anfängliche 0:2 aus dem Hinspiel und gewann die Begegnung mit insgesamt 4:2, wie Telegram.hr berichtet.
Pafos ging in Limassol durch ein Tor von Guga in Führung, wobei die genauen Angaben zur Spielminute variieren. Telegram.hr nennt die 40. Minute, während Tportal Sport die 41. Minute des Spiels angibt. In der 91. Minute schickte David Goldar per Kopf nach einer Ecke die Partie in die Verlängerung, wo Biel in der 94. Minute das dritte Tor erzielte und Joao Correia in der 117. Minute den 4:0-Endstand besiegelte, so die Details von Dnevnik.hr.
Sa Pinto: 'Ich bin stolz auf die Spieler und den Trainerstab'
Pafos-Trainer Ricardo Sa Pinto machte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel keinen Hehl aus seinen Emotionen. "Es war unglaublich. Spieler, Journalisten, Fans, ich, alle werden sich daran erinnern. Besonders angesichts des Gegners und seiner Geschichte. Dieses Ergebnis zu drehen, trotz aller Probleme zu Beginn dieser Saison, ist großartig. Wir haben großartig trainiert, noch mehr Einsatz gezeigt, waren eine Mannschaft. Ich habe euch gesagt, dass ich an die Wende glaube. Ich bin stolz auf die Spieler und den Trainerstab. Das ist der schöne Teil dieses Spiels", erklärte Sa Pinto gegenüber Tportal Sport.
Der portugiesische Fachmann lobte die Disziplin seiner Spieler und die taktische Umsetzung. "Die Spieler waren großartig. Sie haben genau befolgt, wann und wo sie Druck ausüben sollten. Im Hinspiel haben wir sie zu oft spielen lassen. Diesmal gaben wir ihnen keine Zeit zum Nachdenken und diktierten das Spiel. Wir hatten Geduld und Qualität. Wir haben zusammengespielt und wussten natürlich, welche Entscheidungen wir in der Schlussphase treffen mussten. Heute bin ich ein sehr glücklicher Trainer", fügte Sa Pinto hinzu.
Garcia räumt schwaches Spiel ein: 'Wir müssen uns verbessern, nicht in Panik verfallen'
Auf der anderen Seite räumte Hajduk-Trainer Gonzalo Garcia ein, dass seine Mannschaft nicht auf der Höhe war. "Das war nicht der Plan, offensichtlich. Der Plan war, den Ballbesitz zu übernehmen, aggressiv zu sein, das zu tun, was wir im letzten Spiel gemacht haben. Pafos war heute aggressiv, mit vielen langen Bällen und vielen zweiten Bällen. Das Problem lag im Ballbesitz, mit dem Ball können wir viel besser sein. Heute ist uns das nicht gelungen, und die kollektive Leistung war schlecht", sagte Garcia gegenüber Tportal Sport.
Der Trainer der Weißen hob besonders die personellen Probleme hervor und wies Thesen über mangelnde Konzentration zurück. "Es liegt nicht an der Mentalität. Pafos ist sehr stark, jedes Mal, wenn sie einen langen Ball auf die Flügel spielen, lassen sie drei Gegenspieler aussteigen. Das hat nichts mit Fokus oder Konzentration zu tun", betonte Garcia und rief zur Ruhe auf: "Wir waren bis zur 91. Minute in der nächsten Runde. Es war nicht das beste Spiel, aber wir waren bis zum Ende im Rennen. Insgesamt waren wir in diesen beiden Spielen gut. Es ist schwer, wir haben gesehen, dass sie gute Spieler haben, aber wir müssen uns verbessern und nicht in Panik verfallen", zitiert Novi list.
Eine der schwersten Europapokal-Niederlagen
Telegram.hr erinnert daran, dass Hajduk in den letzten 21 Jahren in Europapokalwettbewerben noch nie mit einer Tordifferenz von vier Toren verloren hat. Der letzte derartige Fall datiert aus dem August 2005, als das ungarische Debrecen auf Poljud mit 5:0 in den Champions-League-Qualifikationen siegte. Die schwerste Europapokal-Niederlage von Hajduk bleibt die gegen Rapid Wien aus dem Jahr 1927 mit 1:8 in Wien.
Hajduk setzt seine europäische Reise nun in der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League fort, wo ein Duell mit dem litauischen Klub Žalgiris wartet, der georgischen Dinamo Tiflis mit insgesamt 7:5 ausgeschaltet hat, berichtet Dnevno.hr.