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USA und 40 Verbündete fordern Ankündigung von Raketenstarts einen Tag im Voraus

Die gemeinsame Erklärung folgte, nachdem China letzten Monat einen seltenen Test einer ballistischen Rakete im Pazifik durchgeführt hatte, und Peking beschuldigte Washington der politischen Manipulation.

Foto: Wikipedia (Nuklearno oružje)
Kurz gesagt
  • Die USA und 40 Verbündete forderten die Ankündigung von Starts nuklearfähiger ballistischer Raketen mindestens 24 Stunden im Voraus.
  • Anlass war ein chinesischer Test einer ballistischen Rakete im Pazifik im letzten Monat, der ohne übliche Benachrichtigungen durchgeführt wurde.
  • Peking wies die Erklärung zurück und beschuldigte Washington der politischen Manipulation.
  • Der Vorschlag umfasst auch die Verpflichtung, Flugzeuge und Schiffe über mögliche Einschlagszonen zu warnen.

Die Vereinigten Staaten und 40 weitere Länder haben am Dienstag zu einer verpflichtenden Ankündigung von Starts ballistischer Raketen mindestens 24 Stunden im Voraus aufgerufen. Die vom US-Außenministerium veröffentlichte gemeinsame Erklärung folgte auf jüngste Tests in der Pazifikregion, die nach Angaben der Unterzeichner ohne die üblichen Sicherheitshinweise durchgeführt wurden.

Obwohl China in der Erklärung nicht ausdrücklich genannt wird, wurde die "jüngste Aktivität von Raketentests im Pazifikraum" kritisiert. Peking führte letzten Monat einen seltenen Test einer ballistischen Rakete in dieser Region durch, was Besorgnis über mögliche Unfälle und militärische Fehleinschätzungen auslöste.

Aufruf zu Transparenz und Risikominderung

In der Erklärung der 41 Länder wird betont, dass Startankündigungen die allgemeine Klasse der Rakete, den geplanten Startzeitrahmen, das Startgebiet und die beabsichtigte Richtung umfassen sollten. Zudem wird gefordert, Warnungen für Flugzeuge und Schiffe über erwartete Einschlags- oder Landezonen herauszugeben.

"Die Durchführung von Tests ballistischer Raketen, die Atomwaffen tragen können, ohne ausreichende Vorankündigung und Details ist gefährlich", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die Unterzeichner warnen, dass solche Praktiken das Risiko von Fehleinschätzungen erhöhen und die globale Stabilität und Sicherheit untergraben.

Die Autoren des Dokuments betonen, dass etablierte und transparente Benachrichtigungsmechanismen "die militärische Entwicklung" keines Landes "einschränken". Stattdessen "verringern sie das Risiko von Fehleinschätzungen, stärken das Vertrauen und spiegeln ein gemeinsames Engagement für Sicherheit wider".

Schroffe Antwort aus Peking

China hat die gemeinsame Erklärung zurückgewiesen. Der chinesische Botschafter beschuldigte Washington der, wie er sagte, "politischen Manipulation", berichtet der South China Morning Post. Damit vertiefte sich die Kluft zwischen Peking und der von den USA geführten Ländergruppe in Bezug auf Normen für Tests strategischer Waffen.

Der Aufruf zur Ankündigung von Starts bezieht sich auf Interkontinentalraketen (ICBM), U-Boot-gestützte ballistische Raketen (SLBM) und Weltraumträgerraketen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Staaten, die Atomwaffen besitzen.

Häufige Fragen
Was genau fordern die USA und die anderen 40 Länder? +
Sie fordern, dass Starts ballistischer Raketen, die Atomwaffen tragen können, mindestens 24 Stunden im Voraus angekündigt werden, mit Details zur Raketenklasse, Zeit und Ort des Starts sowie zur Flugrichtung.
Warum wurde diese Erklärung gerade jetzt veröffentlicht? +
Die Erklärung ist eine direkte Reaktion auf einen seltenen chinesischen Test einer ballistischen Rakete im Pazifik, der letzten Monat durchgeführt wurde und Besorgnis über das Fehlen standardmäßiger Sicherheitshinweise auslöste.
Wie hat China auf diese gemeinsame Erklärung reagiert? +
China wies die Erklärung zurück, und der chinesische Botschafter beschuldigte Washington der politischen Manipulation.
Schränkt dieser Vorschlag die militärische Entwicklung von Ländern ein? +
Laut der Erklärung selbst schränken die vorgeschlagenen Mechanismen die militärische Entwicklung nicht ein, sondern dienen der Verringerung des Risikos von Missverständnissen und der Stärkung des gegenseitigen Vertrauens.

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