Matwej Safonow, der 27-jährige russische Torhüter von Paris Saint-Germain, hat über eine der spannendsten Elfmeterserien in der jüngeren Geschichte der Champions League gesprochen. In einem Interview mit den Vereinsmedien, dessen Details Le Figaro übermittelt, hat Safonow den psychologischen Kampf offengelegt, der sich während des Finals gegen Arsenal Ende Mai 2026 in Budapest abspielte.
Obwohl er die Saison als Ersatzmann begonnen hatte, zunächst hinter Gianluigi Donnarumma und dann hinter Lucas Chevalier, etablierte sich Safonow als erste Wahl zwischen den Pfosten des Pariser Klubs. Gerade er war die Schlüsselfigur beim Gewinn des Europapokals, obwohl er zugibt, keinen einzigen Schuss im Elfmeterschießen gehalten zu haben.
Beginn des psychologischen Krieges
Safonow analysierte besonders die Herangehensweise an Arsenals Spieler Eberechi Eze. "Wenn man sich Ezes Elfmeter ansieht, schießt er immer auf die gleiche Weise. Natürlich weiß ich das. Aber er weiß auch, dass ich es weiß", erklärte Safonow gegenüber den Vereinsmedien. Er fügte hinzu, dass dies nur der Anfang eines komplexen mentalen Spiels sei: "Ich habe während dieser Serie keine Parade gemacht. Aber ich glaube, ich war ein Problem für sie. Das ist der Beginn eines psychologischen Krieges, er weiß, dass ich es weiß, er weiß, ich weiß..."
Der russische Nationalspieler mit 18 Einsätzen glaubt, dass seine Präsenz und Vorbereitung Arsenals Spieler dazu zwang, ihre gewohnten Gewohnheiten zu ändern. Als Beispiel nannte er den englischen Mittelfeldspieler Declan Rice: "Ich denke, sie haben einiges für mich vorbereitet, weil sie ihre Schussweise geändert haben. Zum Beispiel hat Rice auf meine linke Seite geschossen, aber das hat er noch nie zuvor getan."
Emotionen nach dem letzten Schuss
Obwohl er Rices Versuch nicht parierte, erwies sich der Fehlschuss des ehemaligen Lille-Verteidigers Gabriel als entscheidend, der den letzten Elfmeter für den Londoner Klub vergab. Safonow beschrieb den Moment der emotionalen Explosion, nachdem der Ball am Tor vorbeiging.
"Es war sehr schwer, weil ich viele Emotionen in mir hatte. Ich sagte mir, ich muss mich vorbereiten wie auf ein normales Spiel, um nicht zu viel Stress zu haben. Das war meine Herangehensweise. Und nach dem letzten Elfmeter von Arsenal kam alles heraus. Ich konnte meine Emotionen nicht kontrollieren. Ich realisierte, was wir erreicht hatten, zumindest teilweise", sagte der ehemalige Torhüter von Krasnodar.
Safonow und seine PSG-Teamkollegen haben nicht viel Zeit zum Ausruhen. Bereits am Mittwoch erwartet sie eine neue Herausforderung, das Spiel um den europäischen Supercup gegen Aston Villa, das in Österreich stattfinden wird.