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Senat verabschiedet scharfe Sanktionen gegen Russland

Das Paket umfasst Zölle von bis zu 500 Prozent auf russische Energieträger und Sanktionen gegen Wladimir Putin und geht nun an das Repräsentantenhaus.

Foto: Mathias Reding na Pexels
Kurz gesagt
  • Der US-Senat hat am 8. August 2026 ein Sanktionspaket gegen Russland mit 86 zu 11 Stimmen verabschiedet.
  • Das Gesetz sieht eine Abgabe von 500 Prozent auf russisches Öl und Gas sowie Zölle von bis zu 100 Prozent auf Waren aus den größten Käufern, einschließlich China und Indien, vor.
  • Sanktionen sind auch gegen hochrangige russische Beamte, einschließlich Präsident Wladimir Putin, sowie gegen Unternehmen, die die russische Verteidigung unterstützen, verbindlich.
  • Das Gesetz trägt den Namen des verstorbenen Senators Lindsey Graham, der die Einigung über das Paket einen Tag vor seinem Tod in Kiew bekannt gab.

Der US-Senat hat am Freitag, dem 8. August 2026, ein umfassendes Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet, das nach dem kürzlich verstorbenen Senator Lindsey Graham benannt ist. Das Gesetz wurde mit einer überzeugenden Mehrheit von 86 zu 11 Stimmen angenommen und wartet nun auf die Beratung im Repräsentantenhaus des Kongresses, das bis September pausiert, wie CNN berichtet.

Ein zentrales Element des Gesetzes ist die Einführung drakonischer Zölle auf russische Energieträger. Vorgesehen ist eine Abgabe von 500 Prozent auf Gas und Öl, die aus Russland importiert werden. Darüber hinaus ermöglicht das Paket die Einführung von Zöllen von bis zu 100 Prozent auf Waren aus den fünf größten Käufern von russischem Öl und Erdgas, darunter insbesondere China und Indien.

Ermessensspielraum und Ausnahmen

Über die endgültige Höhe der Zölle wird der US-Handelsbeauftragte Jason Greer entscheiden. Das Gesetz sieht auch Ausnahmen für Länder vor, die weniger als 15 Prozent der gesamten russischen Erdgasexporte importieren und gleichzeitig aktiv daran arbeiten, ihre Energieabhängigkeit von Moskau zu verringern.

Neben den wirtschaftlichen Maßnahmen schreibt das Gesetz verbindliche Sanktionen gegen hochrangige Beamte der russischen Regierung vor, einschließlich Präsident Wladimir Putin. Die Sanktionen richten sich auch gegen russische Oligarchen, Staatsunternehmen und ausländische Firmen, die die russische Verteidigungsindustrie unterstützen.

Emotionales Erbe von Senator Graham

Das Gesetz trägt eine starke symbolische Note. Senator Lindsey Graham, der eine Schlüsselrolle in den monatelangen Verhandlungen über dieses Paket spielte, verstarb unmittelbar vor dessen Verabschiedung. Einen Tag vor seinem Tod hielt sich Graham in Kiew auf, wo er, vor Panzern auf den Straßen der ukrainischen Hauptstadt stehend, verkündete, dass die US-Regierung und wichtige Senatoren eine Einigung erzielt hätten.

Seine Senatskollegen setzten sich für die Verabschiedung des Gesetzes ein und nannten es ein "würdiges Vermächtnis" des verstorbenen Senators. Die erste Verfahrensabstimmung fand unmittelbar nach Grahams Beerdigung in Washington statt.

"Ich kenne diesen Mann seit 32 Jahren und ich bin bereit zu sagen: Das ist die größte Leistung von Lindsey Graham", erklärte Roger Wicker, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Senats.

Obwohl die Nachricht keine direkte kroatische Komponente hat, könnte ein solcher Gesetzgebungsschritt der USA erhebliche Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte haben und damit indirekt auch die Energiesicherheit und die Preise in der Europäischen Union, einschließlich Kroatiens, beeinflussen.

Häufige Fragen
Was sieht das neue US-Gesetz zu Sanktionen gegen Russland genau vor? +
Das Gesetz führt eine Abgabe von 500 Prozent auf russisches Gas und Öl ein, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Waren aus den fünf größten Käufern russischer Energieträger sowie verbindliche Sanktionen gegen russische Beamte, Oligarchen und Unternehmen, die die russische Verteidigungsindustrie unterstützen.
Wer war Lindsey Graham und warum trägt das Gesetz seinen Namen? +
Lindsey Graham war ein US-Senator, der eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen über dieses Sanktionspaket spielte. Er verstarb unmittelbar vor der Verabschiedung, und seine Kollegen nannten das Gesetz sein 'würdiges Vermächtnis'.
Werden die Sanktionen sofort in Kraft treten? +
Nein. Das Gesetz wurde im Senat verabschiedet, muss aber noch vom Repräsentantenhaus des Kongresses beraten werden, das bis September 2026 pausiert.
Gibt es Ausnahmen von den Zöllen für bestimmte Länder? +
Ja, eine Ausnahme ist für Länder vorgesehen, die weniger als 15 Prozent der gesamten russischen Erdgasexporte importieren und gleichzeitig aktiv daran arbeiten, ihre Abhängigkeit von russischen Energieträgern zu verringern.

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