Während sich Tausende von Fans in Šibenik zu dem lang erwarteten Konzert von Marko Perković Thompson versammeln, haben findige Einheimische einen Weg gefunden, zusätzlich zu verdienen. In der Đure-Đakovića-Straße und den umliegenden Straßen sind private Höfe über Nacht zu improvisierten Gastronomieständen geworden.
Nach Informationen des Portals Šibenik IN haben viele Anwohner vorübergehend Gewerbe oder j.d.o.o.-Firmen angemeldet und in ihren Höfen mobile Stände für den Getränkeverkauf aufgestellt. Fotos dieser ungewöhnlichen Szenen wurden von einer Leserin des Portals DalmacijaDanas zur Verfügung gestellt, auf denen deutlich zu sehen ist, wie die Höfe in der Nähe des Stadions Šubićevac in kleine, temporäre Freiluftcafés verwandelt wurden.
Neben den Organisatoren erhoffen sich auch viele Bürger von der großen Besucherzahl einen Nutzen, die sich überlegt haben, die hohe Menschenkonzentration vor Beginn des Konzerts, aber auch nach dessen Ende, wenn sich das Publikum zu den Parkplätzen und weiteren Feierlichkeiten zerstreut, zu nutzen.
Polizei appelliert: Wo parken und was streng verboten ist
Wegen der erwarteten hohen Besucherzahl hat die Polizeidirektion Šibenik-Knin eine Reihe wichtiger Hinweise gegeben. Der Leiter der Verkehrspolizeistation Šibenik, Joško Periša, betonte, dass man mit dem Auto nicht bis zum Stadion selbst gelangen könne. „Besucher werden mit Fahrzeugen nicht bis zum Stadion oder in die Nähe des Stadions gelangen können“, erklärte Periša.
Für das Parken sind spezielle Standorte vorgesehen. Nach Informationen der Polizei können Besucher, die aus Richtung Zadar kommen, ihre Fahrzeuge im Bereich TEF abstellen. Wer aus Richtung Split kommt, soll den Bereich der ehemaligen Fabrik TLM und Mandalina nutzen, während für Besucher aus Richtung Drniš, Knin und der Autobahn A1 die Industriezone Podi vorgesehen ist. Das Portal DalmacijaDanas gibt zusätzlich an, dass die Polizei auch den Parkplatz am Einkaufszentrum Dalmare empfiehlt.
Aufgrund des Konzerts wird es auch zu erheblichen Verkehrsänderungen kommen. „Die Magistrale wird mindestens drei Stunden vor dem Konzert gesperrt, dann werden alternative Routen genutzt, in erster Linie die Autobahn A1“, fügte Periša hinzu und appellierte an Geduld und die Befolgung der Anweisungen der Verkehrshelfer, insbesondere nach Konzertende, wenn die größten Staus erwartet werden.
Wasser statt Alkohol und Brandgefahr
Vor Ort sind auch die Mitglieder des Zivilschutzes, die alle Vorbereitungen abgeschlossen haben. Božidar Ćurić, Leiter des Regionalbüros für Zivilschutz Zagreb, berichtete über die ergriffenen Maßnahmen. „Alle sind bereit, sie haben die Vorbereitungsarbeiten erledigt. An 13 Punkten in der Stadt Šibenik wurden Wasserhähne mit Trinkwasser installiert. Der wichtigste Ratschlag ist: Wir bitten die Menschen, ausreichend Wasser mitzubringen, damit es nicht zu Dehydrierung kommt. Die Sonne spielt uns nicht in die Karten, also sollten sie möglichst wenig Alkohol konsumieren“, so Ćurić.
Ein besonders deutlicher Appell wurde wegen der hohen Brandgefahr ausgesprochen, da Teile Dalmatiens in den letzten Tagen von Feuersbrünsten betroffen waren. Ćurić bat die Besucher, auf jegliche Pyrotechnik zu verzichten. „Wir bitten die Besucher, auf Pyrotechnik, Fackeln, Signalraketen, insbesondere solche, die weit fliegen können, zu verzichten. Wir sind von dichtem Aleppo-Kiefernwald umgeben, der leicht entzündlich ist, die Nadeln liegen unten, wir haben einen Teil versucht zu reinigen, wir haben das Gelände getränkt, wir appellieren, dass die Feuerwehr möglichst wenig Arbeit hat, dass wir keine Evakuierungen haben, dass keine Pyrotechnik gezündet wird“, sagte er.
Tipp für eine ruhigere Abreise: „Sie sollen sich gedulden“
In dem Bewusstsein, dass nach dem sechsstündigen Konzert alle so schnell wie möglich nach Hause wollen, gab Ćurić gegenüber Nova TV auch einen letzten Ratschlag. „Der Rat ist, gerade wegen der Verkehrsstaus, dass die Leute noch ein wenig beim Konzert bleiben, sich unterhalten, dass nicht alle sofort gehen. Wir wissen, dass es volle sechs Stunden dauert und dass alle innerhalb einer halben Stunde das Konzertgelände verlassen sollten, sonst geraten sie in den Stau“, sagte er.
Er fügte hinzu, dass es entscheidend sei, abrupte Bewegungen und die Bildung von Staus zu vermeiden. „Sie sollen sich gedulden, langsam gehen, Auto für Auto, ohne an Kreuzungen anzuhalten, damit es in einer gewissen Fluktuation bleibt, dass es ständig fließt, und es wird keine großen Staus und Verzögerungen geben“, schloss Ćurić.