Šibenik steuert trotz eines relativ schwachen Jahresstarts auf eine Rekordsaison zu. Nach Angaben des HRT wurden in den ersten sieben Monaten 2026 14.000 Ankünfte und 34.000 Übernachtungen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres erzielt. Der August liegt derzeit auf dem Niveau des Vorjahres, und auch eine gute Nachsaison wird erwartet.
Juli drehte den Trend
Nach einem schlechteren Start endete der Juli positiv. Dino Karađole, Direktor der Tourismusgemeinschaft der Stadt Šibenik, nannte konkrete Zahlen gegenüber dem HRT: "Wir hatten etwa 3.000 Ankünfte mehr, das sind etwa 4 Prozent, und 11.000 Übernachtungen mehr, das sind etwa 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Kumulativ seit Jahresbeginn hatten wir eine gute Vorsaison, das sind 7-8 Prozent bei Ankünften und Übernachtungen."
Private Vermieter bewerten die Saison als überraschend gut, jedoch mit schwächerer Vorsaison. Ein Restaurant in der Kalelarga, das ganzjährig geöffnet ist, veranschaulicht am besten das Umsatzwachstum. Ivana Špernalj, Köchin in einer šibeniker Konoba, meint, dass man den Einfluss der Weltmeisterschaft und vielleicht etwas höherer Preise spürt, betont jedoch: "Wir können uns nicht beschweren, dass uns die Arbeit fehlt."
Hotels voll, Gäste jünger
Marko Plavičić, Marketingleiter des Hotels Jadran in Šibenik, bestätigt eine gute Auslastung: "Seit Anfang Juni sind wir eigentlich voll." Er fügt hinzu, dass man in dieser Saison das Gästeprofil geändert und sich an eine jüngere Zielgruppe gewandt habe. Magdalena Guzić, Marketingleiterin des Amadria Parks, betont, dass die Saison deutlich besser als im Vorjahr sei und man neben Gästen aus Kroatien auch einen Anstieg von Gästen aus Ungarn verzeichne.
Touristen begeistert von der Stadt, aber auch von den Preisen
Touristen loben den Charme von Šibenik. Marina aus Deutschland beschrieb die Stadt gegenüber dem HRT: "Die Stadt ist schön, so altmodisch, sie hat diesen Charme von früher, alles aus Stein. Besonders die Altstadt gefällt uns." Joanna aus Finnland, die zum ersten Mal in Šibenik ist, sagte einfach: "Sie ist wunderbar."
Dennoch sind die Preise auch in dieser Saison ein Gesprächsthema. Marina aus Deutschland bemerkt, dass Deutschland und Kroatien bei den Restaurantpreisen nun etwa gleichauf liegen. Renata aus Zagreb teilte einen Vergleich von ihrer Reise nach Australien: "Letztes Jahr waren wir in Australien, der Kaffeepreis war derselbe wie hier, was dort für sie billig ist, aber für uns war es wie hier."
Špernalj hebt besonders das Parkplatzproblem in Šibenik hervor: "Bei uns in Šibenik gibt es ein Problem mit dem Parken. Wenn man in der Garage parkt, zahlt man dafür, geht in die Wohnung und zahlt für sie, und wenn man dann noch zum Abendessen oder Mittagessen geht, lässt man eine ordentliche Summe Geld da."
Raum für Verbesserungen
Touristiker sehen den größten Raum für Verbesserungen in qualitativ hochwertigeren Unterkunftskapazitäten, längeren Aufenthalten der Gäste in der Stadt sowie längeren Öffnungszeiten der Restaurants, insbesondere nachts, schließt der HRT.