Nach 12 Jahren wird der Name Zanetti wieder das Inter-Trikot tragen. Tomas Zanetti, Sohn des legendären Javier Zanetti, hat am Donnerstag, dem 13. August 2026, für Inters U-15-Mannschaft unterschrieben, wie der Corriere della Sera berichtet.
Geboren im Jahr 2012, ist Tomas noch nicht 15 Jahre alt und kam im Sommer 2022 von der Akademie Como in Inters Jugendabteilung. Laut Akademietrainer Tommy Polidori erzielte der junge Mittelfeldspieler in der vergangenen Saison 27 Tore, während er als Debütant sogar noch besser abschnitt.
Kein Nepotismus, nur Talent
Polidori betonte gegenüber der La Gazzetta dello Sport, dass Tomas' Ankunft nichts mit dem Einfluss seines Vaters zu tun habe. "Wir setzen ihn nicht unter Druck, aber für ihn war der Name nie eine Last. Dennoch versuchen wir, ihn zu schützen, denn ein Erbe, das an sich schon schwer ist, kann schnell zum Mühlstein werden", sagte der Trainer.
Er fügte hinzu, dass Tomas die Mentalität eines Erwachsenen habe, was er den Eltern und seiner Erziehung zuschreibt. "Er hat die Mentalität eines Erwachsenen, das ist das Verdienst seiner Eltern und der Art, wie er erzogen wurde", so Polidori.
Spielstil erinnert an den Vater
Der Trainer beschrieb Tomas' Spielstil als elegant, mit erhobenem Kopf und dem richtigen Timing bei seinen Läufen, was an Javier erinnert. "Er geht ohne Angst hinein und fast immer mit dem richtigen Timing, mit eleganter Bewegung und erhobenem Kopf, das erinnert an Javier", erklärte er.
Obwohl er körperlich noch in der Entwicklung steckt, betont Polidori, dass Tomas nie zurückweicht, aber neu bewertet werden muss, sobald er an Zentimetern und Kilogramm zulegt. "Er weicht nie zurück, aber er wird sicherlich neu bewertet werden müssen, wenn er an Zentimetern und Kilogramm zunimmt", sagte er.
Diskreter Vater, stolze Mutter
Javier Zanetti, ehemaliger Kapitän und aktueller Vizepräsident von Inter, hat sich nie in technische Entscheidungen bezüglich seines Sohnes eingemischt. "Der Vater hat es sich nie erlaubt, etwas zu technischen Entscheidungen oder zur Führung seines Sohnes zu sagen. Im Gegenteil, ich hatte das Glück, eine hervorragende Beziehung zu ihm aufzubauen. Ein paar Worte mit ihm wechseln zu können, bedeutet mir sehr viel", schloss Polidori.
Mutter Paula de la Fuente verfolgt regelmäßig Tomas' Trainingseinheiten und Spiele und mischt sich bescheiden unter die anderen Eltern auf den Rängen. Nach der Unterschrift sagte der junge Tomas: "Glücklich und stolz, die Farben tragen zu dürfen, von denen ich immer geträumt habe. Forza Inter, immer!"