Das slowenische Unternehmen Omaplast, das mit der Firma Tipos resurs in Besitz von Josip Šincek Geschäfte machte, behauptet, dass dieses kroatische Unternehmen alle erforderlichen Genehmigungen für die Ausübung seiner Tätigkeit besaß. Dies bestätigte Omaplast der Journalistin Laura Šiprak von 24sata und betonte, dass man von den fragwürdigen Aktivitäten von Tipos resurs erst durch Medienberichte erfahren habe.
Keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten
Das slowenische Unternehmen erklärte, dass man während der Zusammenarbeit "keinerlei Informationen oder Hinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten oder Verstöße gegen vertragliche Pflichten im Zusammenhang mit illegaler Abfallentsorgung, wie aus Medienberichten hervorgeht", gehabt habe. Zudem fügte man hinzu, dass das Unternehmen "in keinem Verfahren im Zusammenhang mit der illegalen Ausübung der Tätigkeit von Tipos resurs involviert ist".
Omaplast behauptete, dass "Tipos resurs für die Ausübung seiner Tätigkeit alle erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Institutionen besaß". Auf die Frage der Zeitung, ob der Abfall als "Green Waste" gekennzeichnet war, antwortete man nicht und verwies auf die laufende Untersuchung.
Zusammenarbeit nach Festnahme beendet
Omaplast bestätigte, dass man nach der Festnahme der Šinceks die Zusammenarbeit mit Tipos resurs beendet habe. Josip und Monika Šincek wurden am 13. Februar 2025 festgenommen.
Chronologie der Inspektionsverfahren
Nach Informationen, die Telegram erhalten hat, begann die Umweltinspektion bereits im Jahr 2023 mit Maßnahmen am Standort in Gospić, indem sie Inspektionen durchführte und Unterlagen sammelte und prüfte. Bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2024 ordnete die Inspektion ein Verbot der Abfallablagerung, ein Verbot der Abfalleinfuhr sowie die Beseitigung von verstreutem und vergrabenem Abfall an.
Trotzdem setzten die Šinceks ihre Aktivitäten fort, woraufhin die Inspektion zunächst Bußgelder verhängte und dann bei der Gespanschaft Lika-Senj die Aufhebung der Genehmigung beantragte. Die Gespanschaft hob die Genehmigung im Juni 2024 auf, erneuerte sie jedoch einige Monate später, im Oktober desselben Jahres. Die Umweltinspektion beantragte erneut die Aufhebung der Genehmigung, was am 18. Februar 2025, fünf Tage nach der Festnahme der Šinceks, geschah.