Smoje über die Wiedergeburt von Osijek
Die Vereinslegende Ivo Smoje spricht für Net.hr über den glänzenden Saisonstart, die Rückkehr der heimischen Kräfte und die Bedeutung der lokalen Identität.
Die Vereinslegende Ivo Smoje spricht für Net.hr über den glänzenden Saisonstart, die Rückkehr der heimischen Kräfte und die Bedeutung der lokalen Identität.
Die Fußballer von Osijek haben die neue Saison auf eine Weise eröffnet, die selbst die optimistischsten Erwartungen übertroffen hat. Zwei Auswärtssiege mit einer beeindruckenden Tordifferenz von 8:1 haben eine Welle der Euphorie unter den Fans ausgelöst, und die Legende Ivo Smoje macht keinen Hehl aus seiner Begeisterung über das, was er auf und neben dem Platz sieht.
Smoje freut sich besonders darüber, dass im ersten Kader immer mehr Spieler auftauchen, die aus der vereinseigenen Fußballschule hervorgegangen sind. "Es freut mich sehr, wenn ich den kleinen Jona Ježić in der Startaufstellung sehe, in der ersten Mannschaft, denn er ist schließlich unser Kind. Ich kenne sowohl seinen Vater als auch seinen Bruder, der ebenfalls in der Fußballschule des NK Osijek ist", sagte Smoje gegenüber Net.hr. Er hob auch Ivan Kolarik hervor, der sich in der Startelf etabliert hat, und betonte, dass genau solche Geschichten dem Verein seinen besonderen Reiz verleihen.
Er ging auch auf zwei seiner Lieblingsspieler ein, Bukvić und Omerović, die herangewachsen sind, als er noch im Verein arbeitete. Omerović hat in dieser Saison bereits vier Tore erzielt, und Smoje bemerkt, dass Bukvić "aufgelebt" ist und dass ihm Trainer Federico Bessone immer mehr vertraut, was sich auch in seinen immer besseren Leistungen widerspiegelt.
Osijek hat in den ersten beiden Auswärtsspielen zwei Siege eingefahren, wobei besonders das Spiel hervorsticht, in dem dem Gegner sechs Tore eingeschenkt wurden. "Ich kann mich nicht erinnern, wann Osijek das geschafft hat, besonders wenn es jemandem sechs Tore eingeschenkt hat", betonte Smoje. Er erinnerte auch an die vielen Fragezeichen und die Skepsis, die den Verein zu Saisonbeginn begleiteten, betont jedoch, dass Trainer, Trainerteam und Spieler die meisten Zweifler überzeugt haben, indem sie Qualität und gut absolvierte Vorbereitung gezeigt haben.
"Ich kann nicht in Worte fassen, was diese Ergebnisse für mich bedeuten, aber nicht nur für mich, sondern auch für diese Stadt, für die Menschen, die Fans, alle, die den NK Osijek lieben. Ich bin wirklich froh, dass Positivität aufgekommen ist", fügte Smoje hinzu und betonte, dass die neue Vereinsführung mutige Schnitte vorgenommen und ihre Entscheidungen durch sportliche Ergebnisse gerechtfertigt hat.
Besonders freut ihn, dass der Verein die Bedeutung der Menschen erkannt hat, die ihn aufgebaut haben. "Ich bin sehr froh, dass Ivica Vranješ in die Jugendakademie zurückgekehrt ist. Der Mann hat die letzten zwanzig Jahre der Fußballschule geprägt", sagte Smoje. Vranješ ist ein Scout, der zahlreiche Spieler zum Verein gebracht hat, unter denen besonders Josip Mišić hervorsticht, der eine Zeit lang bei ihm zu Hause lebte.
Ebenso lobte Smoje die Rückkehr von Tomislav Šorša, von dem er sagt, dass er sich durch seine Herangehensweise auf und neben dem Platz die Chance verdient hat, im Verein zu arbeiten. "Der NK Osijek erwacht im Seniorenbereich, im Jugendbereich, der Verein verbessert seine Identität in Bezug auf die heimischen Kräfte", so seine Botschaft.
Smoje ist klar: Das Ergebnis ist das Wichtigste, und der argentinische Trainer Bessone macht bisher einen ausgezeichneten Job, indem er die Chance in einer schwierigen Situation nach einer Saison des Kampfes um den Klassenerhalt angenommen hat. Dennoch freut ihn als Fan am meisten die heimischen Spieler. "Ich spreche von der Identität, die lokal ist, osijekisch, slawonisch. Jeder Verein braucht heimische Kräfte. Nicht nur Osijek, das Gleiche gilt für Dinamo, Hajduk, andere Mannschaften, denn die einheimischen Jungs, die heimischen Kräfte, spüren den Verein und die Umgebung anders und sind bereit, für den Verein zu 'sterben', wenn es sein muss", schloss Smoje gegenüber Net.hr.
Auch wenn die Meisterschaft lang ist und die wahren Herausforderungen erst noch kommen, ist die Botschaft aus Osijek klar: Der Verein erwacht auf allen Ebenen, und die Grundlage dieses Erwachens liegt genau in der Stärkung der eigenen, slawonischen Identität.