HRT-Kameramann tauscht Kamera gegen Feuerwehrschlauch
Matija Bajsić aus der Redaktion Čakovec-Varaždin des HRT legte Hunderte Kilometer zurück, um bei der Brandbekämpfung in Dalmatien zu helfen und beschreibt das schwerste Gelände seiner Karriere.
Matija Bajsić aus der Redaktion Čakovec-Varaždin des HRT legte Hunderte Kilometer zurück, um bei der Brandbekämpfung in Dalmatien zu helfen und beschreibt das schwerste Gelände seiner Karriere.
Der HRT-Kameramann Matija Bajsić aus der Redaktion Čakovec-Varaždin hat seine Kamera gegen einen Feuerwehrschlauch eingetauscht und sich auf den Weg nach Dalmatien gemacht, um bei der Brandbekämpfung zu helfen. Im HRT Magazin erzählte er, wie er nach einem routinemäßigen Arbeitstag, bei seiner Rückkehr nach Hause nach Marija Bistrica, einen Anruf erhielt, den man nicht ablehnt.
"Wir haben den Befehl vom Hauptfeuerwehrkommandanten am Donnerstag kurz vor Mitternacht erhalten. Wir haben uns versammelt und sind zur Unterstützung nach Dalmatien aufgebrochen. Nach einer nächtlichen Fahrt kamen wir in den frühen Morgenstunden am Einsatzort an, wo wir schreckliche Szenen vorfanden", erzählte Bajsić.
Was ihn in Lokva Rogoznica erwartete, wird er, wie er sagt, so schnell nicht vergessen. Das Feuer verschlang alles vor sich, und die Menschen retteten in Angst ihr Leben.
"Die Bilder waren apokalyptisch. Die Menschen ließen ihre Fahrzeuge zurück und flohen buchstäblich auf der Straße Richtung Meer, um ihr nacktes Leben zu retten. Weder Eigentum noch irgendetwas anderes war mehr wichtig."
Bajsić, der auf Jahre Feuerwehrdienst und zahlreiche anspruchsvolle Einsätze zurückblickt, betont, dass dieser Einsatz der schwerste seiner Karriere war. Besonders lobte er die Kollegen, die sich der Feuersbrunst bei Omiš entgegengestellt haben.
"Ich möchte sagen: Alle Achtung vor diesen ersten Einsatzkräften der Feuerwehr, die Omiš tatsächlich verteidigt haben. Bei einem solchen Feuer und einer solchen Wucht, mit diesen Menschen, die es geschafft haben, es zu verteidigen, aus meiner Erfahrung: Alle Achtung", so seine Botschaft.
Hinter jedem Feuerwehrmann, der zu einem Einsatz aufbricht, bleiben diejenigen zurück, die auf seine Rückkehr warten. Für Matija sind das seine Frau und seine Kinder. "Es muss Verständnis da sein, denn es ist schließlich eine humanitäre Aufgabe, und wir sind da, um zu helfen, oft auf Kosten unserer Familien, die wir zu Hause zurücklassen", stellte er fest.
Matija ist wieder bei seinen Lieben und an seinem Arbeitsplatz, in der Hoffnung, dass sich ein solcher Löscheinsatz nie wieder wiederholt.