Ein veröffentlichtes Video einer lauten Party von Booten in einer abgelegenen Bucht im östlichen Teil der Insel Hvar hat eine neue Welle von Kommentaren über das Verhalten von Bootsfahrern und den chronischen Mangel an Kontrolle in abgelegeneren Küstenabschnitten ausgelöst. Eine empörte Anwohnerin machte das Problem öffentlich und betonte, dass solche Szenen im Sommer keine Seltenheit seien.
Geschützte Bucht mit einem einzigen Haus wird zum Schauplatz von Ausschweifungen
Nach ihren Worten handelt es sich um eine ruhige und versteckte Bucht, in der sich nur ein einziges Haus befindet und die während der Saison zum Ziel für Boote und Segelboote wird. Besucher legen ohne Erlaubnis an, spielen Musik in voller Lautstärke und hinterlassen Müll. Die Inselbewohnerin behauptet, dass man oberhalb des Strandes auch auf menschliche Exkremente stoßen kann. Letztes Jahr wurde auf ihre Initiative hin eine schützende 'Krone' installiert, um die Bucht einigermaßen zu verteidigen, aber sie platzte bereits am dritten Tag.
"Schwerer Proleten-Tumult von 0 bis 24 Uhr", fasste die Inselbewohnerin die Situation gegenüber Slobodna Dalmacija zusammen und stellte die Frage, wo die Gemeindepolizei und die Aufsicht der Hafenbehörde im Osten Hvars seien.
Unkontrollierter Tourismus und die Frage der Nachhaltigkeit
Sie betont, dass Lärm nicht das einzige Problem sei. Sie spricht von der Einleitung von Fäkalien ins Meer, der Entsorgung von Abfällen an Stränden und in Wäldern, dem Sammeln von Seeigeln und Muscheln sowie anderen Verstößen, die ihrer Meinung nach ohne Sanktionen bleiben. "Warum ist es ein Problem, diesem Tourismus EINHALT zu gebieten?", fragte sie und fügte hinzu, dass die Menschen auf der Insel dort leben und dass viele Gäste gerade in solchen Buchten Ruhe und Stille suchen.
Nachdem das Video mehr als 120.000 Aufrufe erreicht und eine Reihe negativer Reaktionen ausgelöst hatte, erklärte sie, dass sie nichts gegen Feiern habe und die Musikrichtung sie nicht störe, sondern das Verhalten, das anderen den friedlichen Aufenthalt in der Natur verwehre. "Wir sind nicht alle gleich im Tourismus. Es gibt unter uns diejenigen, denen die Insel am Herzen liegt und für die nicht alles käuflich ist", sagte sie.
"Wenn Sie eine Unterkunft für zehn Tage bezahlt haben, bedeutet das nicht, dass Sie sich benehmen können, wie es Ihnen passt", sagte die empörte Inselbewohnerin entschlossen gegenüber Slobodna Dalmacija.
Ihr Appell "Ist es ein Problem, genug zu sagen?", den auch Jutarnji list aufgreift, kommt zu einer Zeit, in der die Strategie des kroatischen Tourismus und seine langfristige Nachhaltigkeit zunehmend in Frage gestellt werden, insbesondere im Hinblick auf den Umweltschutz und die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung.