Nur 45 Minuten nach dem Start vom Militärstützpunkt "Knez Trpimir" in Divulje übergab ein Hubschrauber der kroatischen Luftwaffe am Samstag, dem 8. August 2026, einen verletzten deutschen Staatsbürger an das Krankenhauspersonal in Knin. An dieser gemeinsamen Operation, die in einem äußerst unzugänglichen Gebiet des Dinara durchgeführt wurde, waren die Flugbesatzung, Spezialkräfte und Bergretter beteiligt.
Militär und Zivilisten an Bord
Die vierköpfige Besatzung einer Mi-171Sh, einer Maschine der 395. Staffel für Transporthelikopter des 93. Geschwaders, startete um 19:40 Uhr, an Bord befanden sich außerdem zwei Angehörige des Kommandos für Spezialkräfte. Nach der Landung in Knin schlossen sich dem Team zwei Angehörige des HGSS an, deren Kenntnis des anspruchsvollen Berggeländes, wie das Ministerium betont, entscheidend für das Auffinden des Verletzten war.
Koordinierung als Schlüssel zum Erfolg
Das gemeinsame Team begab sich zum Standort des verletzten Staatsbürgers der Bundesrepublik Deutschland, übernahm ihn sicher in einem schwer zugänglichen Teil des Dinara und lud ihn in den Hubschrauber. Der Transport nach Knin begann sofort, die gesamte Aktion erfolgte unter ständiger Koordinierung aller Beteiligten. Der Hubschrauber erreichte sein Ziel um 20:25 Uhr, 45 Minuten nach dem Start in Divulje, woraufhin der verletzte Mann dem Krankenhauspersonal zur weiteren Versorgung übergeben wurde. Das Verteidigungsministerium machte keine Angaben zur Art seiner Verletzungen oder zu den Umständen des Unglücks.
"Das Wichtigste war, so schnell wie möglich zur verletzten Person zu gelangen, sie sicher zu übernehmen und ins Krankenhaus zu bringen. Dank der guten Koordinierung aller Beteiligten wurde die Aktion schnell und effizient durchgeführt", sagte der Hubschrauberkapitän nach Abschluss der Operation.
Die Aktion demonstrierte erneut die Bereitschaft der kroatischen militärischen und zivilen Rettungsdienste, in kürzester Zeit auf die anspruchsvollsten Herausforderungen zu reagieren, selbst in Gelände, wo jede Minute des Zögerns tödlich sein kann.