Spliter entsetzt über Müll oberhalb der Jadro-Quelle
Trotz der Reinigungsaktion im letzten Jahr wurden im Tunnel Mačkovac erneut Müllberge gefunden, die die Wasserversorgung für 300.000 Menschen in Mitteldalmatien bedrohen.
Trotz der Reinigungsaktion im letzten Jahr wurden im Tunnel Mačkovac erneut Müllberge gefunden, die die Wasserversorgung für 300.000 Menschen in Mitteldalmatien bedrohen.
Ein Splitter, der am Sonntag, dem 10. August 2026, das Gebiet oberhalb der Quelle des Flusses Jadro durchwanderte, war von dem Anblick schockiert, der sich leider wiederholt. Im Tunnel Mačkovac, einem Teil der ehemaligen Schmalspurbahn Split, Sinj, stieß er erneut auf große Mengen illegal entsorgten Abfalls.
Seine Reaktion war heftig und voller Wut, insbesondere im Bewusstsein, dass sich der Müll direkt über der Quelle befindet, die einen großen Teil Mitteldalmatiens mit Wasser versorgt.
"Also, die Jadro-Quelle ist da unten. Kommt schon, Leute, seid normal. Wie dumm muss man sein, intellektuell unbeschrieben... um Müll über einer Quelle zu entsorgen?",
sagt der anonyme Splitter in einem Video, das von Dalmacija Danas veröffentlicht wurde.
Sein Zorn blieb nicht bei der Ungläubigkeit stehen. Im weiteren Verlauf des Videos kritisierte er scharf das System, das solche Umweltvorfälle nicht verhindern kann.
"Meine Leute, wir haben einen funktionsunfähigen Staat, wenn das nicht mit zehn Jahren Gefängnis bestraft wird für... Das ist Terrorismus, nichts anderes.",
so seine Botschaft.
Seine Worte gewinnen an Gewicht, wenn man bedenkt, dass etwa 300.000 Menschen das Wasser aus der Jadro-Quelle nutzen. Dazu gehören Einwohner von Podstrana, Split, Solin, Klis, Kaštela bis hin zu Trogir, Seget und Čiovo. Die Entsorgung von Abfällen auf dem Karstgelände oberhalb dieser Quelle stellt eine direkte Bedrohung für die Gesundheit und die Sicherheit der Wasserversorgung dar.
Dieser jüngste Vorfall ist besonders besorgniserregend, da er weniger als ein Jahr nach einer großen Umweltreinigungsaktion erfolgt. Im November 2025 war genau das Gebiet Klis-Kosa, direkt unterhalb der Schnellstraße Solin, Klis und in der Nähe des Tunnels Mačkovac, Ziel einer Aktion zur Beseitigung einer illegalen Deponie. Die Aktion wurde im Rahmen des Projekts Studenca unter dem Namen "Grundwasser, Hüter des Lebens" durchgeführt, und der Ort wurde von den Bürgern selbst gewählt.
Die Organisatoren warnten bereits damals vor der außergewöhnlichen Empfindlichkeit des Karstgeländes. Die heutigen Bilder zeigen jedoch deutlich, dass einmalige Reinigungsaktionen keine dauerhaften Ergebnisse bringen, wenn die illegale Abfallentsorgung ungehindert weitergeht.
Das Portal Dalmacija Danas hat auf dieses Problem bereits am 31. Oktober 2022 aufmerksam gemacht, als es Fotos aus dem Tunnel Mačkovac unter dem Titel "Schande und Entsetzen: Der Tunnel in Klis wurde zur Mülldeponie" veröffentlichte. Schon damals warnten Leser, dass im Tunnel täglich neuer Abfall auftaucht, darunter Möbel, Müllsäcke, Plastik, Kleidung und Spielzeug, und dass auch die Zufahrtsstraße mit Schutt und Müll bedeckt ist.
Der Fall aus dem Tunnel Mačkovac ist Teil eines größeren Problems der illegalen Abfallentsorgung in Kroatien. In Gospić, auf dem Gelände des ehemaligen PPK Velebit, läuft derzeit die Sanierung der Folgen illegaler Abfallentsorgung, einschließlich gefährlicher Abfälle. Das Ministerium und der Fonds für Umweltschutz und Energieeffizienz haben im Laufe des Jahres 2026 mehrere Verfahren zu deren Beseitigung und Entsorgung eingeleitet.
Der Fonds veröffentlichte Ende Juli 2026 Analysen des vergrabenen Abfalls und sandte Anfragen zu Entsorgungsmöglichkeiten an 11 Betreiber von Deponien für gefährliche Abfälle in der Europäischen Union sowie an vier Adressen bezüglich der dauerhaften Lagerung in geschlossenen ehemaligen Salzbergwerken. Diese Information verdeutlicht die Komplexität und das Ausmaß des Problems, mit dem der Staat konfrontiert ist.
Der HRT wiederum dokumentierte Fälle im Hinterland von Šibenik, wo aus landwirtschaftlichen Flächen fruchtbarer Boden ausgehoben und verkauft wird, und die entstandenen Gruben mit Bau- und anderem Abfall verfüllt werden. Diese Praxis zerstört landwirtschaftliche Flächen und schafft eine zusätzliche Gefahr für das Grundwasser.