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Serbien brennt: Sechs Brände haben mehr als 1.100 Hektar vernichtet

Bei der Bekämpfung des größten Feuers im Naturschutzgebiet sind Armee, Polizei und zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz, wegen der Gefahr wurde im Bezirk Kovin der Notstand ausgerufen.

Foto: Stefan Kostić na Unsplash
Kurz gesagt
  • In Serbien sind sechs Brände auf insgesamt mehr als 1.100 Hektar aktiv.
  • Der größte Brand wütet in der Deliblatska peščara (700 ha), wo Armee, Polizei und 125 Feuerwehrleute im Einsatz sind.
  • Im Bezirk Kovin wurde der Notstand ausgerufen, zwei Ortschaften sind ohne Strom und Wasser.
  • Brände sind auch auf dem Berg Stolovi (200 ha), bei Kraljevo (170 ha) und Zaječar (100 ha) aktiv.

Feuerwehrleute und Rettungskräfte in Serbien kämpfen gegen sechs aktive Brände, die bis Samstagabend mehr als 1.100 Hektar erfasst haben. Am kritischsten ist die Lage in der Deliblatska peščara (Sandwüste von Deliblato), wo die Flammen bereits 700 Hektar vernichtet haben. An der Löscharbeit sind auch Angehörige der Armee und des Innenministeriums beteiligt, teilte der operative Stab des Republikanischen Krisenstabs mit.

Massive Mobilisierung in der Deliblatska peščara

Bei der Brandbekämpfung in diesem Naturschutzgebiet sind 125 Feuerwehrleute mit 29 Fahrzeugen und zwei Quads im Einsatz. Dazu gesellt sich eine Einheit der serbischen Armee mit vier Fahrzeugen und einer Arbeitsmaschine. Auch die Geländekapazitäten der öffentlichen Unternehmen "Srbijavode" und "Vojvodinašume" sind eingebunden. Aus der Luft bekämpfen vier Hubschrauber des serbischen Innenministeriums die Flammen.

Aufgrund der Ernsthaftigkeit der Lage wurde im banatischen Bezirk Kovin der Notstand ausgerufen. Einige Ortschaften wurden bereits evakuiert. Das Feuer hat auch eine Stromleitung erfasst, was zu Stromausfällen in zwei Ortschaften führte. Wegen des Ausfalls der Pumpen wurde auch die Wasserversorgung eingestellt.

Unberechenbare Winde erschweren die Löscharbeiten

Ein zusätzliches Problem für die Einsatzkräfte stellt die sogenannte "Rose der drei Winde" dar, die für das Gebiet der Deliblatska peščara charakteristisch ist. Diese Winde machen die Ausbreitung des Feuers unvorhersehbar, weshalb versucht wird, das Feuer präventiv durch den schnellen Bau und die Verbreiterung von Waldwegen einzudämmen.

Weitere Brandherde im ganzen Land

Auf dem Berg Stolovi vernichtet das Feuer etwa 200 Hektar trockenes Gras, niedriges Gestrüpp und Laubwald. In der Ibarska klisura (Ibar-Schlucht), am Ort Maglič bei Kraljevo, sind etwa 170 Hektar Waldgebiet verbrannt. Im Osten des Landes hat ein Brand bei Zaječar im Ort Gabrovnica etwa 100 Hektar erfasst; die Einsatzkräfte vor Ort versuchen durch ständige Bereitschaft, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Häufige Fragen
Wie viele Brände sind in Serbien insgesamt aktiv und wie groß ist die verbrannte Fläche? +
Nach Angaben des zuständigen Krisenstabs waren am Samstagabend sechs Brände aktiv, die mehr als 1.100 Hektar erfasst haben.
Wo ist die Lage am kritischsten und welche Kräfte sind im Einsatz? +
Am schlimmsten ist die Lage in der Deliblatska peščara, wo 700 Hektar verbrannt sind. An der Bekämpfung sind 125 Feuerwehrleute, die Armee mit Maschinen, Mitarbeiter öffentlicher Unternehmen sowie vier Hubschrauber des Innenministeriums beteiligt.
Welche Folgen haben die Brände für die lokale Bevölkerung? +
Im Bezirk Kovin wurde der Notstand ausgerufen und einige Ortschaften wurden evakuiert. Wegen der Beschädigung einer Stromleitung sind zwei Ortschaften ohne Strom und damit auch ohne Wasser, da die Pumpen nicht funktionieren.
Was erschwert die Brandbekämpfung in der Deliblatska peščara? +
Die Löscharbeiten werden durch ein spezifisches Windsystem namens 'Rose der drei Winde' erschwert, das die Ausbreitung des Feuers unvorhersehbar macht.

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