Serbien errichtet Gedenkkomplex für über 8.000 getötete Serben
In Banstol bei Sremski Karlovci beginnt der Bau eines Mahnmals mit den Namen der getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet des heutigen Kroatien.
In Banstol bei Sremski Karlovci beginnt der Bau eines Mahnmals mit den Namen der getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet des heutigen Kroatien.
Im Ort Banstol bei Sremski Karlovci hat am Montag der Bau eines Gedenkkomplexes begonnen, der allen getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet des heutigen Kroatien gewidmet ist. Die Nachricht wurde von Milica Đurđević Stamenkovski, Ministerin für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales und Vorsitzende des Regierungsausschusses für die Pflege der Tradition der Befreiungskriege, veröffentlicht.
Sie betonte, dass die Besonderheit dieses Gedenkkomplexes darin liegt, dass erstmals an einem Ort die Namen von mehr als 8.000 getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet der heutigen Republik Kroatien eingraviert werden. "Das wird nicht nur eine Liste der Opfer sein, sondern ein Zeugnis dafür, dass diese Menschen gelebt, geliebt, ihre Familien gegründet und ihre Häuser hatten. Solange ihre Namen in Stein gemeißelt sind, werden sie nie aus dem Gedächtnis des serbischen Volkes gelöscht", sagte die Ministerin, wie ihr Kabinett mitteilte.
Đurđević Stamenkovski betonte in Banja Luka nach der Kranzniederlegung am Denkmal für gefallene Kämpfer im Verteidigungs- und Vaterlandskrieg der Republika Srpska, dass Banstol seit Jahrzehnten ein Treffpunkt der Krajišniks sei. Sie hob hervor, dass dieser Ort durch den Bau des Gedenkkomplexes zu einem dauerhaften Ort des nationalen Gedenkens werde.
"Der Staat hat die Pflicht zu erinnern, wenn die Zeit droht, Erinnerungen auszulöschen. Nicht um in der Vergangenheit zu leben, sondern weil ein Volk, das die Erinnerung an seine Opfer verliert, einen Teil seiner selbst verliert. Erinnerung ist keine Last, sondern eine Schuld gegenüber denen, die nicht mehr bei uns sind, und ein Vermächtnis für die kommenden Generationen", so die Ministerin.
Der Anlass für den Baubeginn ist der Tag, an dem Serbien der Opfer der Militäroperation "Oluja" (Sturm) gedenkt. "Wenn der August kommt, erinnert sich jeder Serbe an die Kolonnen, an die Heimat, die zurückgelassen wurde, und an die Tausenden Familien, die über Nacht ihr Zuhause verloren haben. Oluja ist ein Pogrom und eine offene Wunde, die nicht in Jahren gemessen wird, sondern in Erinnerungen, die nie aufgehört haben zu schmerzen", sagte Đurđević Stamenkovski.
Die Ministerin schloss, dass Serbien mit dem Bau dieses Komplexes seine Schuld gegenüber allen Opfern begleichen werde und Banstol zu einem Ort werde, an dem zukünftige Generationen die Erinnerung an die unschuldigen Opfer und die Wahrheit über ihr Leid bewahren.