Die Partei Srđ je Grad hat sich nach dem Brand, der in der Nacht vom 11. auf den 12. August 2026 den Berg des Heiligen Blasius in Dubrovnik erfasst hat, mit einer scharfen Stellungnahme zu Wort gemeldet. In der am 12. August veröffentlichten Erklärung werden Polizei und Kommunalpolizei direkt angegriffen: "Polizei und Kommunalpolizei, plant ihr, eure Arbeit zu tun, oder warten wir, bis auch Petka und Gradac niederbrennen?"
Die Partei betont, dass die Bürger durch den Brand, der zeitweise auch Häuser bedrohte, noch immer erheblich erschüttert sind und sich zu Recht fragen, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Die Antwort sei, so die Partei, ganz einfach: "weil Gesetze und kommunale Ordnung nicht durchgesetzt werden und diejenigen, die sie verletzen, ohne Sanktionen bleiben."
Rechtlicher Rahmen, der ignoriert wird
In der Stellungnahme wird detailliert auf die gesetzlichen Regelungen verwiesen, die nach Ansicht der Partei verletzt wurden. In der Stadt Dubrovnik sind öffentliche Feuerwerke außer in besonderen Fällen verboten. Artikel 145 der kommunalen Ordnung sieht ein Verbot öffentlicher Feuerwerke im Stadtgebiet vor, mit Ausnahmen wie der Eröffnung der Dubrovniker Sommerfestspiele, der Neujahrsfeier und anderen für die Stadt Dubrovnik bedeutenden Veranstaltungen, die vom Bürgermeister genehmigt werden.
Für Privatpersonen erlaubt das Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe sowie die Herstellung und den Verkehr mit Waffen volljährigen Personen die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien F2 und F3 nur vom 27. Dezember bis 1. Januar, ausschließlich im freien Gelände und keinesfalls an Orten, an denen sich eine größere Anzahl von Bürgern versammelt. Für den privaten Gebrauch sind pyrotechnische Gegenstände höherer Kategorien wie F4, P1, P2, T1 und T2 nicht zugelassen.
Ein Brand, der vorhersehbar war
Von Srđ je Grad heißt es, der gestrige Brand sei kein "unvorhersehbares Zusammentreffen von Umständen" gewesen, sondern es sei "nur eine Frage der Zeit, wann es passieren würde". Sie warnen, dass nach der anfänglichen Strenge in den Jahren 2023 und 2024 die Aufmerksamkeit der Behörden in den letzten zwei Jahren offensichtlich völlig nachgelassen habe. Das ganze Jahr über, besonders im Sommer, würden wieder Feuerwerke für private Feiern, Geburtstage, Hochzeiten, Volksfeste, Fußballspiele und wichtige Jubiläen verwendet.
Das Ergebnis sei, so betonen sie, eine verbrannte Fläche von etwa 6.000 Quadratmetern auf dem Berg des Heiligen Blasius, den sie als unschätzbares Grün von Dubrovnik beschreiben. "Das hätte also auf keinen Fall passieren dürfen, wer auch immer verantwortlich ist", so die Partei.
Aufruf zur Verantwortung der Institutionen
Von Srđ je Grad wird betont, dass es in der Stadt offenbar Menschen gibt, denen weder Mitbürger noch Stadt noch deren Grünflächen noch das Gesetz am Herzen liegen, aber es reiche nicht, an ihr Gewissen zu appellieren. "Dafür gibt es Gesetze, kommunale Ordnung und Institutionen, die sie durchsetzen sollen", heißt es in der Stellungnahme, die von Dubrovnik Insider übernommen wurde.
Besonders hervorgehoben wurden die Feuerwehrleute, die, so die Partei, unermüdlich vor der Brandgefahr warnen. "Es ist an der Zeit, dass alle, außer den Feuerwehrleuten, die uns unermüdlich davor warnen, Brände und ihre Folgen ernst nehmen. Es ist an der Zeit, dass die Kommunalpolizei und die Polizei ihre Arbeit aufnehmen", so die Partei.
Die Warnung schließt mit einer rhetorischen Frage, die auf potenziell noch schwerwiegendere Szenarien hinweist: "Oder warten wir, bis Petka, Gradac, ein Haus oder ein Wohngebäude niederbrennen? Bis jemand stirbt?"