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Serbin über 15 Tage Haft in Šibenik: Polizei fragte Sohn (7), wo seine Tschetnik-Mütze sei

Nikolina Bačkonja Filipović behauptet, sie sei wegen eines Fotos ihres Kindes mit einer Šajkača verhaftet worden, man habe ihr verboten, in kyrillischer Schrift zu unterschreiben, und sie sei am Tag des Thompson-Konzerts freigelassen worden.

Foto: Wikipedia (Šajkača)
Kurz gesagt
  • Das Ordnungswidrigkeitengericht in Šibenik verurteilte Nikolina Bačkonja Filipović zu 15 Tagen Haft wegen eines Fotos ihres Sohnes mit einer Šajkača.
  • Sie behauptet, dass Polizisten ihren Sohn (7) fragten, wo seine 'Tschetnik-Mütze' sei, und ihr verboten, in kyrillischer Schrift zu unterschreiben.
  • Sie gibt an, dass die Botschaft nichts von ihrer Haft wusste und dass sie am Tag des Thompson-Konzerts und der 'Oluja' freigelassen wurde.

Das Ordnungswidrigkeitengericht in Šibenik verurteilte Nikolina Bačkonja Filipović zu 15 Tagen Haft wegen der Veröffentlichung eines Fotos ihres siebenjährigen Sohnes mit einer Šajkača und drei erhobenen Fingern in sozialen Netzwerken. Während das Gericht den fraglichen Beitrag als Störung der öffentlichen Ordnung einstuft, behauptet sie, es handele sich um eine selektive Behandlung von Serben und die Bestrafung des Zeigens serbischer nationaler Symbole.

Verhaftung im Heimatort Strmica

Alles begann am 21. Juli, als drei Polizisten zu ihr in den Heimatort Strmica kamen. Nach ihrer Aussage trafen sie zuerst auf ihren Sohn, der allein und ohne Anwesenheit der Eltern war. "Kleiner, wo ist deine Tschetnik-Mütze?", fragten sie ihn. Der Junge antwortete, er wisse nicht, was eine Tschetnik-Mütze sei, sondern dass es eine serbische Šajkača sei, und dass die Mütze nicht da sei, weil sie in Serbien sei.

Bačkonja Filipović sagt, das Kind habe ein großes Trauma erlitten und es gehe ihm nicht gut. Danach kamen sie zu ihr, die sich im unteren Stockwerk des Hauses befand, und nahmen sie fest. Schon vor der Richterin habe sie, wie sie angibt, das Gefühl gehabt, dass die Entscheidung gegen sie praktisch bereits gefallen sei.

Sie bat um eine Geldstrafe wegen des Kindes

"Ich bat sie, mir wenigstens eine Geldstrafe wegen des Kindes aufzuerlegen. Sie sagte, ich müsse 15 Tage ins Gefängnis wegen all der Dinge, die ich auf Facebook veröffentlicht habe", erzählte Bačkonja Filipović für Euronews Srbija. Sie fügte hinzu, sie sei unter großem Stress gestanden, weil ihr Kind weinend zu Hause geblieben sei.

In der Zelle sei sie, nach eigenen Worten, mit vier weiteren Frauen, Kroatinnen, gewesen, die gut zu ihr waren und mit denen sie sich gut verstanden habe. Besonders schwer sei ihr jedoch gefallen, dass die Familie erst nach sieben Tagen anrufen konnte, als ihr eine Telefonkarte genehmigt wurde.

"Sie ließen mich nicht in kyrillischer Schrift unterschreiben"

Obwohl sie die meisten Polizeibeamten als korrekt beschreibt, behauptet sie, es habe auch Provokationen gegeben. "Sie ließen mich nicht in kyrillischer Schrift unterschreiben. Sie sagten mir, es wäre gut, wenn ich in ihrer Schrift unterschreiben würde, damit ich diese 15 Tage im Gefängnis ruhig verbringen könnte, damit sie mich, übersetzt, nicht belästigen würden", verriet sie.

Sie gab auch an, sie habe Kontakt zur Botschaft verlangt, und man habe ihr gesagt, sie könne einen Besuch diplomatischer Vertreter beantragen, was sie unterschrieben habe. Doch die Tage vergingen, und niemand von der Botschaft kam. Ihr Anwalt habe später nachgeprüft und ihr gesagt, die Botschaft wisse gar nicht, dass sie im Gefängnis in Šibenik sei.

Freilassung am Tag des Thompson-Konzerts und der Oluja

Bačkonja Filipović glaubt, dass auch das Datum ihrer Entlassung aus dem Gefängnis kein Zufall war. "Ich kam am Samstag an, ich passierte alle Grenzen ganz normal. Sie verhafteten mich am 21. Juli, einem Dienstag. Das war alles geplant, absichtlich, um mich noch mehr zu verletzen, damit ich am Tag des Thompson-Konzerts in Šibenik und am Tag der 'Oluja' entlassen werde, als ich als achtjähriges Kind ging, am 4. August", sagte sie.

Nach ihrer Rückkehr nach Serbien wandte sie sich um Hilfe und Unterstützung, wie sie sagt, an Herrn Linta und Kapitän Dragan, und betont, dass alles noch im Prozess sei. Sie erwarte eine Reaktion der europäischen Institutionen und Schutz für Menschen in ähnlichen Situationen. "Ich glaube nicht, dass ich schuldig bin. Ich habe nichts Schlechtes getan. Ich hasse niemanden", sagte sie.

Sie erklärt, das Foto sei in Serbien entstanden und am Heiligabend veröffentlicht worden, und sie habe nicht die Absicht gehabt, jemanden zu beleidigen. Trotz allem plane sie nicht, aufzuhören, nach Kroatien zu kommen. "Ich liebe mein Strmica und werde immer hingehen", schloss sie.

Häufige Fragen
Warum wurde Nikolina Bačkonja Filipović zu Haft verurteilt? +
Wegen der Veröffentlichung eines Fotos ihres siebenjährigen Sohnes mit einer Šajkača und drei erhobenen Fingern in sozialen Netzwerken, was das Gericht als Störung der öffentlichen Ordnung einstufte.
Was behauptet sie über das Verhalten der Polizei? +
Sie behauptet, dass Polizisten ihren Sohn fragten, wo seine 'Tschetnik-Mütze' sei, dass sie ihr verboten, in kyrillischer Schrift zu unterschreiben, und dass die Botschaft nicht über ihre Haft informiert wurde.
Wann wurde sie aus dem Gefängnis entlassen? +
Sie wurde am Tag des Thompson-Konzerts in Šibenik und am Tag der 'Oluja', dem 4. August, entlassen, was sie für absichtlich hält.
Plant sie, nach Kroatien zurückzukehren? +
Ja, sie erklärte, dass sie ihr Strmica liebt und immer hingehen wird, trotz allem, was sie durchgemacht hat.

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