Der Spielfilm "Virus der pathologischen Güte" von Regisseur Predrag Ličina feiert seine Weltpremiere am 19. August 2026 im Open-Air-Programm des 32. Sarajevo Film Festivals. Das Festival findet vom 14. bis 21. August statt, und diese serbisch-kroatische Koproduktion präsentiert die erste regionale satirische SF-Schwarze-Komödie über Zeitreisen.
Die Handlung spielt 1983 in Zagreb. Mitten in einer schneereichen Nacht dringt ein nackter Mann in die Wohnung von Zorka Vasiljević ein und behauptet, aus der Zukunft zu kommen, genauer gesagt aus dem Jahr 2031. Seine Mission ist es, eine Pandemie des "Virus der pathologischen Güte" zu verhindern, die die Menschheit bedroht. Zorka hält ihn zunächst für einen Betrüger, doch im Laufe des Abends beginnen sich seine Vorhersagen zu bewahrheiten.
Parodie auf Gegenwart und Zukunft
Der Film parodiert auf satirische Weise Phänomene der Gegenwart, Ereignisse der jüngeren Vergangenheit und eine Zukunftswelt, in der Güte zum gefährlichsten Virus werden könnte. Das Drehbuch schrieb Regisseur Predrag Ličina selbst nach seiner gleichnamigen Erzählung aus der 2022 erschienenen Sammlung "Bljuzga u sumrak" (wörtlich: "Matsch in der Dämmerung").
"Ich bin sehr glücklich und zufrieden, dass mein 'Virus der pathologischen Güte', gedreht in serbisch-kroatischer Koproduktion, seine Weltpremiere ausgerechnet in Sarajevo feiern wird, denn das Team dort weiß, dass der beste Witz der ist, den man auf eigene Kosten macht", sagte Ličina gegenüber Kurir.rs.
Star-Besetzung
Das Schauspielensemble wird angeführt von Hristina Popović in der Rolle der Zorka Vasiljević und Nikola Đuričko als Luka Radivojević. Dazu gesellen sich Gordan Kičić (Zigi Vasiljević), Tihana Lazović Trifunović (Polizistin Sutjeska), Goran Bogdan (Polizist Bogdan) und Rade Šerbedžija (Slobodan Novak).
Produzent des Films ist Đorđe Vranješ, Koproduzentin Vanja Sremac, und assoziierter Produzent Aleš Pavlin. Der Film entstand in den Produktionsfirmen Stiglitz Productions aus Serbien und Terminal 3 aus Kroatien.
Kroatische Unterstützung und Kofinanzierung
Das Projekt wurde mit Mitteln des Filmskog centra Srbije (FCS) und des Kroatischen Audiovisuellen Zentrums (HAVC) kofinanziert. Finanzielle Unterstützung kam auch vom Amt für Menschenrechte und Rechte nationaler Minderheiten der kroatischen Regierung über den Serbischen Nationalrat, was die Bedeutung dieser regionalen Zusammenarbeit zusätzlich unterstreicht.
Für die Kamera zeichnen Saša Petković und Dragan Radetić verantwortlich, für den Schnitt Vanja Kovačević, und für den Ton Igor Suzić und Zoran Maksimović. Die Musik stammt von den Komponisten Jura Ferina und Pavao Miholjević. Das Szenenbild entwarf Dušan Radoičić, die Kostüme Selena Orb, und für das Maskenbild war Aleksandra Pavelkić Janković zuständig. Für die visuellen Effekte war David Gatarić verantwortlich, für die Farbkorrektur Goran Todorić.
Kinostart im November
Die Dreharbeiten dauerten drei Wochen in Pančevo, und der Kinostart wird für November 2026 in Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro erwartet.
Dies ist der zweite Spielfilm von Predrag Ličina, der seinen unverwechselbaren satirischen Stil mit Science-Fiction-Elementen fortsetzt, bekannt aus seinem preisgekrönten Debüt "Poslednji Srbin u Hrvatskoj" (Der letzte Serbe in Kroatien) und dem Kurzfilm "Teleport Zovko".