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Geheimer Tunnel unter der EU-Grenze: Lettland mobilisiert Armee und Drohnen

Lettische Grenzschützer entdeckten einen unterirdischen Durchgang, der aus Belarus führt, und Premierminister Kulbergs sagt: 'Alles hat ein Ende'. Verstärkte Zusammenarbeit von Armee, Polizei und Sicherheitsdiensten angekündigt.

Foto: denzel na Pixabay
Kurz gesagt
  • Lettland gab am 11. August 2026 die Entdeckung eines geheimen Tunnels unter der Grenze zu Belarus bekannt.
  • Durch den Tunnel, 10 Meter vom Zaun entfernt, waren am Vortag 15 Personen illegal gelangt.
  • Premierminister Kulbergs kündigte eine verstärkte Zusammenarbeit von Armee, Polizei und Sicherheitsdiensten sowie einen verstärkten Einsatz von Drohnen an.
  • Die Behörden bezeichnen die Lage als 'hybride Bedrohung' und planen eine regionale Zusammenarbeit mit Estland, Litauen und Polen.

Lettland gab am Dienstag, dem 11. August 2026, bekannt, dass unter seiner Grenze zu Belarus ein geheimer Tunnel entdeckt wurde, den Migranten für die illegale Einreise in die Europäische Union nutzten. Die Behörden kündigten sofort einen Plan an, um gegen die Netzwerke vorzugehen, die, wie sie behaupten, hinter der zunehmenden Zahl illegaler Grenzübertritte stehen.

Wie der Tunnel entdeckt wurde

Einen Tag zuvor, am 10. August, hatten Grenzschützer im Gebiet Augšdaugavas novads, Skrudalienas pagasts, im Verantwortungsbereich der Silenes robežapsardzības nodaļa, 15 Personen angetroffen, die illegal die Staatsgrenze überquert hatten. Sie taten dies durch einen gegrabenen unterirdischen Tunnel, der sich nur 10 Meter vom Grenzzaun entfernt befand.

Dies ist nicht der erste derartige Fall in der baltischen Region. Litauen hatte im Juli dieses Jahres ebenfalls über die Entdeckung eines Tunnels berichtet, den Migranten für die Einreise aus Belarus nutzten, was auf ein organisiertes Vorgehen hindeutet.

Harte Antwort aus Riga: Armee, Drohnen und eine Botschaft an die Drahtzieher

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten Innenminister Janis Dombrava und Premierminister Andris Kulbergs Maßnahmen zur Schließung dieser Route vor. "Der Schutz der lettischen Ostgrenze wird verstärkt, und Grenzkontrolle, Polizei, Streitkräfte und Sicherheitsdienste werden enger zusammenarbeiten, und es werden verstärkt unbemannte Luftfahrzeuge zur frühzeitigen Erkennung und Aufhaltung illegaler Migranten eingesetzt", sagte Dombrava.

Premierminister Kulbergs war in seiner Botschaft an die Organisatoren illegaler Grenzübertritte noch direkter. "Den Organisatoren möchte ich sagen: Alles hat ein Ende", erklärte er. Er betonte, dass kriminelle Gruppen Migranten dabei helfen, aus Belarus nach Lettland und damit in den Schengen-Raum zu gelangen, obwohl ihr endgültiges Ziel woanders auf dem Kontinent liegt. "Sie migrieren dorthin, wo es einfacher ist (in die EU zu gelangen). Daher dürfen wir nicht der einfachste Ort (für die Einreise) sein", so Kulbergs.

Er versprach auch einen Schlag gegen die Logistik dieser Netzwerke im Inland. "Wenn alles nach Plan verläuft, sind wir überzeugt, dass wir dem System einen ausreichend starken Schlag versetzen werden", fügte er hinzu.

'Hybride Bedrohung' und regionale Zusammenarbeit

Kulbergs hatte die Migrantensituation bereits im vergangenen Monat gegenüber Reuters als "hybride Bedrohung" beschrieben, weshalb Lettland bereits zuvor die Zahl der Polizisten an der 173 Kilometer langen Grenze zu Belarus verdoppelt hatte. Die Lage eskalierte im vergangenen Monat, als lettische Soldaten Tränengas einsetzten und Warnschüsse abgaben, um Migranten zu stoppen, die versuchten, ins Land zu gelangen.

Um den Druck zu erhöhen, kündigte die Regierung in Riga eine Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Estland, Litauen und Polen an. Die Entdeckung erfolgt in einer Zeit erhöhter Besorgnis in ganz Europa über illegale Migration, die durch den jüngsten Massenzustrom von Zehntausenden Menschen aus Marokko in die spanische Enklave Ceuta zusätzlich angeheizt wurde.

Häufige Fragen
Wo genau wurde der Tunnel entdeckt? +
Der Tunnel wurde im Gebiet Augšdaugavas novads, Skrudalienas pagasts, im Verantwortungsbereich der Silenes robežapsardzības nodaļa, nur 10 Meter vom Grenzzaun zu Belarus entfernt, entdeckt.
Wie viele Personen sind durch den Tunnel gegangen und wann wurden sie entdeckt? +
Grenzschützer trafen am 10. August 2026 auf 15 Personen, die illegal die Grenze durch einen gegrabenen unterirdischen Tunnel überquert hatten.
Wie plant Lettland, zukünftige illegale Grenzübertritte zu verhindern? +
Lettland wird die Zusammenarbeit von Grenzkontrolle, Polizei, Streitkräften und Sicherheitsdiensten verstärken und verstärkt unbemannte Luftfahrzeuge zur frühzeitigen Erkennung und Aufhaltung von Migranten einsetzen.
Ist dies der erste derartige Fall in der Region? +
Nein. Litauen hatte im Juli 2026 ebenfalls über die Entdeckung eines Tunnels berichtet, den Migranten für die Einreise aus Belarus nutzten.

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