An einem Strand in Istrien wurde ein 45-jähriger italienischer Staatsbürger festgenommen, der verdächtigt wird, mit seinem Handy nackte Kinder gefilmt zu haben. Der Fall wurde am Samstag, dem 8. August 2026, von der istrischen Polizei bestätigt, die betonte, dass ein Sicherheitsmitarbeiter den Mann zuerst bemerkt, ihn am Weiterfilmen gehindert und bis zum Eintreffen der Polizeibeamten festgehalten hatte.
Dies ist kein Einzelfall. Während der Sommersaison verzeichnet die Polizei an den Stränden bis zu zehn ähnliche Fälle. Erst vor einem Monat wurde ebenfalls in Istrien ein 63-jähriger slowakischer Staatsbürger wegen einer fast identischen Straftat festgenommen. Der Italiener wurde in Untersuchungshaft genommen, und bei der gründlichen Durchsuchung seines Handys wurde weiteres belastendes Material gefunden.
Profil der Täter und versteckte Kameras
Die Leiterin der Abteilung für Prävention der Polizeidirektion Istrien, Alica Rosić Jakupović, erklärte, worauf Eltern und Bürger achten sollten. "In der Regel handelt es sich um Männer mittleren oder höheren Alters, obwohl auch jüngere auftauchen, die sich in der Nähe von Kindern aufhalten, ohne ein eigenes Kind zu betreuen. Man sollte also darauf achten, ob sie ein Handy, einen Kugelschreiber oder andere Gegenstände bei sich tragen, in denen sich versteckte Kameras befinden könnten", sagte Rosić Jakupović.
Der Vorsitzende des Zentrums für vermisste und missbrauchte Kinder und sichereres Internet, Tomislav Ramljak, warnt, dass die Technologie den Tätern in die Hände spielt. "Der technologische Fortschritt hat es ermöglicht, dass versteckte Kameras nicht nur in Thermosflaschen, Handys, Uhren, Schlüsselanhängern oder Feuerzeugen getragen werden, sondern jetzt auch in Brillen. Die Serienproduktion von Brillen mit Kameras hat begonnen, die ein noch unauffälligeres Fotografieren und Filmen von Kindern ohne Badekleidung ermöglicht", erklärte Ramljak.
Sicherheitskräfte als Schlüsselrolle, Eltern zur Vorsicht aufgerufen
Gerade Sicherheitsmitarbeiter melden solche Fälle am häufigsten. Polizeibeamtin Rosić Jakupović betont die langjährige Zusammenarbeit: "Die meisten Hinweise erhalten wir tatsächlich von Sicherheitsmitarbeitern und Sicherheitsfirmen. Wir können wirklich stolz darauf sein, dass wir seit über 15 Jahren Schulungen in den Camps durchführen, sowohl für Sicherheitskräfte als auch für interne Dienste und Camp-Personal, damit sie wissen, wie sie in solchen Fällen reagieren müssen."
Ramljak rät, dass die beste Prävention darin besteht, Kindern am Strand Badekleidung anzuziehen und auf verdächtige Personen zu achten. "Wenn wir verdächtige Personen sehen, insbesondere Personen, die ohne Kinder gekommen sind und sich in der Nähe von Pools oder Flachwasserzonen aufhalten, wo Kinder baden. Wenn Eltern bemerken, dass dort Kinder ohne Badekleidung sind, sollten sie die Polizei oder den Sicherheitsdienst rufen", sagte er.
Die Besorgnis wächst auch unter den Eltern. Tea aus Pula sagt, dass sie äußerst vorsichtig ist: "Ich bin mir all dessen bewusst und achte streng darauf, dass mein Kind immer angezogen ist, und natürlich auch beim Umziehen, dass ich es mit einem Handtuch schütze." Ähnlich denkt Goran aus Rijeka: "Es beunruhigt, es beunruhigt, aber man kann die Kinder ja nicht in Raumanzüge stecken. Ich bemühe mich, dass sie angezogen ist. Aber dass es mich beunruhigt, natürlich beunruhigt es mich. Das ist nicht normal."
Drastischer Anstieg der Straftaten
Nach Angaben von Ramljak ist die Zahl der Straftaten der Ausbeutung von Kindern für Pornografie in den letzten sieben Jahren um 300 Prozent gestiegen. Jährlich werden durchschnittlich fast 500 solcher Straftaten registriert, was die Bedeutung von Aufklärung und Vorsicht, insbesondere in den Sommermonaten, wenn die Strände voller Familien mit Kindern sind, zusätzlich unterstreicht.