Die Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) erklärte am Samstag, dass die Öffnung der Straße von Hormus ausschließlich davon abhänge, ob die Vereinigten Staaten die iranischen Bedingungen akzeptieren. Sollte dies nicht geschehen, werde die strategisch wichtige Öltransportroute geschlossen bleiben, und das iranische Militär sei bereit, die Blockade so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig sei.
Die Erklärung kommt inmitten wachsender Spannungen in der Region, und am selben Tag beschuldigten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Verbündete der USA, den Iran, ihren Tanker direkt angegriffen zu haben, während er dieselbe Meerenge passierte.
Keine Durchfahrt ohne Annahme des Plans
Laut einer Mitteilung, die Boris Roschin (Colonel Cassad) auf Telegram verbreitete, ist die IRGC in ihren Absichten eindeutig. "Die Öffnung der Straße von Hormus hängt ausschließlich von der Annahme der iranischen Bedingungen durch die USA ab. Wenn die USA die iranischen Bedingungen nicht akzeptieren, bleibt die Meerenge geschlossen. Die IRGC ist bereit, die Meerenge so lange geschlossen zu halten, wie sie es für notwendig erachtet; die dafür erforderlichen militärischen Ressourcen sind vorhanden", heißt es in der Mitteilung.
Die iranische Militärführung betont außerdem, dass sie keine Schifffahrt unter anderen Bedingungen als ihren eigenen Plänen zulassen werde, in die auch das benachbarte Oman auf der Grundlage eines bereits unterzeichneten Abkommens einbezogen werden soll.
VAE melden Angriff auf Adnoc-Tanker
In einer parallelen Entwicklung gab das Außenministerium der VAE am Samstag bekannt, dass ein Tanker der nationalen emiratischen Ölgesellschaft Adnoc beim Passieren der Straße von Hormus von einem Projektil getroffen wurde. Bei dem Angriff, für den sie den Iran verantwortlich machen, gab es keine Opfer.
"Die Nutzung der Straße von Hormus als Druckmittel oder wirtschaftliche Erpressung (...) stellt eine direkte Bedrohung für die Stabilität der Region und ihrer Bevölkerung sowie für die globale Energiesicherheit dar", erklärte das emiratische Ministerium.
Die VAE riefen den Iran auf, "diese aggressiven Angriffe einzustellen", und der gesamte Vorfall erhöht die ohnehin hohen Spannungen zwischen Teheran und den westlichen Verbündeten im Nahen Osten weiter.
Globale Auswirkungen und Energiesicherheit
Die Straße von Hormus ist ein entscheidender Punkt für den weltweiten Öltransport, und jede längere Blockade oder die Fortsetzung von Angriffen auf Handelsschiffe könnte die Energiemärkte ernsthaft erschüttern. Obwohl diese Krise keinen direkten Bezug zu Kroatien hat, sind indirekte Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise und die Energiestabilität der Europäischen Union bei weiterer Eskalation unvermeidlich.