Türkisfarbenes Meer und weiße Kiesel: Einer der schönsten Strände Kroatiens
Der Strand Sveti Ivan auf Cres raubt mit unberührter Natur den Atem, doch der Weg dorthin erfordert 50 Minuten Abstieg über einen steilen Pfad oder die Anreise per Boot.
Der Strand Sveti Ivan auf Cres raubt mit unberührter Natur den Atem, doch der Weg dorthin erfordert 50 Minuten Abstieg über einen steilen Pfad oder die Anreise per Boot.
Versteckt am Fuße der Klippe, auf der die antike Siedlung Lubenice thront, steht der Strand Sveti Ivan auf der Insel Cres seit Jahren auf den Listen der schönsten kroatischen Strände. Weiße Kiesel, unglaublich klares Wasser und eine nahezu unberührte Natur machen ihn zu einem der außergewöhnlichsten Reiseziele an der Adria.
Zu dieser versteckten Bucht gelangt man nicht nebenbei. Der steile Pfad, der von Lubenice hinunter zum Ufer führt, erfordert etwa 50 Minuten Fußmarsch. Der Rückweg auf derselben Route ist deutlich anstrengender, besonders während der Sommerhitze, daher sind festes Schuhwerk und ausreichend Wasser unerlässlich. In der heißesten Tageszeit ist es sicherlich klüger, dieses Unterfangen zu überspringen.
Der schwierige Zugang ist gerade einer der Gründe, warum Sveti Ivan das bewahrt hat, was an beliebten Adriastandorten immer seltener wird: Stille und freien Raum. Selbst in der Hochsaison gibt es dort meist keine Menschenmassen, die für viele andere Strände entlang der Küste typisch geworden sind. Nach etwa einer Stunde Abstieg erscheint der Blick auf das türkisfarbene Meer wie eine hervorragende Belohnung.
Für alle, denen der Abstieg über den steilen Pfad bei Sommerhitze nicht verlockend klingt, gibt es auch eine einfachere Lösung. Sveti Ivan ist über das Meer erreichbar, mit dem eigenen Boot, einer organisierten Exkursion oder einem Wassertaxi. In der Nähe befindet sich auch die Blaue Grotte, eine Meeresgrotte, die dafür bekannt ist, dass das Sonnenlicht ihr Inneres in kräftigen Blautönen erstrahlen lässt.
Über dem Strand liegt Lubenice, eine der ältesten Siedlungen auf den kroatischen Inseln. Sie befindet sich auf einer Klippe von etwa 378 Metern Höhe, und die Geschichte dieser Gegend reicht über viertausend Jahre zurück. In der Umgebung wurden auch archäologische Funde aus der Bronze- und Eisenzeit entdeckt.
Einst eine bedeutende Siedlung auf Cres, hat Lubenice heute nur noch wenige ständige Bewohner. Im Sommer erwachen die engen Gassen aus Stein dank der Besucher wieder zum Leben, die wegen der Aussicht, der einzigartigen Atmosphäre und eines der schönsten Anblicke der Insel kommen: des Strandes Sveti Ivan, der tief unter der Klippe verborgen liegt.