Topusko: KI-Zentrum Pantheon für 50 Milliarden Euro entsteht
Der kroatische Unternehmer Jako Andabak startet in Partnerschaft mit der Končar-Gruppe und amerikanischen Investoren den Bau eines Rechenzentrums, das 2029 in Betrieb gehen soll.
Der kroatische Unternehmer Jako Andabak startet in Partnerschaft mit der Končar-Gruppe und amerikanischen Investoren den Bau eines Rechenzentrums, das 2029 in Betrieb gehen soll.
In Topusko ist der Bau eines riesigen Rechenzentrums für künstliche Intelligenz geplant, ein Projekt im Wert von satten 50 Milliarden Euro. Das ehrgeizige Vorhaben mit dem Namen "Pantheon" soll bereits im nächsten Jahr starten, die ersten Arbeiten werden für Anfang 2029 erwartet, wie XPress.hr berichtet.
Das Projekt wird vom kroatischen Unternehmer Jako Andabak in Zusammenarbeit mit amerikanischen institutionellen Investoren und dem strategischen Partner Končar-Gruppe entwickelt. Pantheon ist von Anfang an als Gesamtlösung konzipiert, die technologische, energetische, wasserwirtschaftliche, verkehrstechnische und optische Infrastruktur integriert.
Bei einem System mit einer Leistung von einem Gigawatt ist die Herausforderung nicht mehr nur die physische Unterbringung der Server, sondern auch die Sicherstellung einer stabilen Energieversorgung, effiziente Kühlung und langfristige Netzstabilität. Genau deshalb umfasst das Projekt eine Reihe paralleler Infrastrukturmaßnahmen.
Neben dem KI-Entwicklungs- und Rechenzentrum selbst ist der Bau einer eigenen Umspannstation und von 280 Kilometern neuer Stromleitungen geplant. Der strategische Partner des Zentrums wird außerdem ein Photovoltaikkraftwerk mit einer Leistung von 500 Megawatt errichten, das ausschließlich für den Bedarf von Pantheon bestimmt ist. Die Idee ist, dass das Projekt keinen zusätzlichen Druck auf das bestehende Stromnetz ausübt, sondern Teil einer breiteren Investition in das Netz und neue Kapazitäten ist.
Es wird erwartet, dass dieses gigantische Projekt eine beträchtliche Anzahl von Arbeitsplätzen schafft. Während der Bauphase sind mehr als 3000 Arbeitsplätze vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten und der Inbetriebnahme des Zentrums werden 1500 dauerhafte Arbeitsplätze gesichert, während das Projekt indirekt die Schaffung von zusätzlich 6000 Arbeitsplätzen unterstützen wird.
Die Investoren versichern der Öffentlichkeit, dass die Strompreise aufgrund dieses Projekts nicht steigen werden. Was die Wasserversorgung betrifft, wird sich das Zentrum auf eigene Brunnen stützen und nicht an bestehende Wasser- oder Abwassersysteme angeschlossen. Das für die Kühlung verwendete Wasser wird verdunsten, was bedeutet, dass seine chemische Zusammensetzung unverändert bleibt.