Zwei tschechische Staatsbürger machten sich am Mittwoch, dem 6. August 2026, trotz extrem hoher Temperaturen auf den Weg zum Gipfel des Berges Sutvid bei Makarska. Auf dem Rückweg ging ihnen das Wasser aus, und einer der Bergsteiger erlitt plötzlich einen gesundheitlichen Zusammenbruch, wie die Bergrettungsstation Makarska auf ihrer Facebook-Seite mitteilte.
Nach Eingang der Meldung wurden sofort acht Retter zum Einsatzort geschickt. "Als die Retter beim Verunglückten ankamen, begannen sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, doch trotz aller Bemühungen konnte sein Leben leider nicht gerettet werden", teilte die Bergrettung mit.
Zweiter Einsatz innerhalb von 24 Stunden
Dies war nicht das erste Drama am Sutvid in kurzer Zeit. "Dies ist der zweite Einsatz der Bergrettungsstation Makarska im Gebiet des Sutvid innerhalb von weniger als 24 Stunden. Nach der gestrigen erfolgreich abgeschlossenen Rettungsaktion eines dehydrierten Bergsteigers haben wir heute erneut einen Anruf aus demselben Gebiet erhalten", heißt es in der Mitteilung. Die gestrige Aktion, also vom 5. August, endete erfolgreich, doch das heutige Ereignis hatte einen tragischen Ausgang.
Erneut Frage der Hubschrauberrettung
Nach der Tragödie hat die Bergrettungsstation Makarska erneut die Frage des Systems der Notfall-Luftrettung aufgeworfen. "Diese Tragödie zeigt erneut, wie wichtig die Einrichtung eines effizienten Hubschrauberrettungssystems mit der Möglichkeit der Rettung von Verletzten per Seilwinde ist", betonten sie.
Darüber hinaus fügten sie hinzu: "In Berggebieten, wo der Zugang äußerst schwierig ist, kann die Möglichkeit des schnellen Eintreffens eines medizinischen Teams und des Notfall-Lufttransports entscheidend sein und in bestimmten Fällen die Überlebenschancen erheblich erhöhen. Genau deshalb stellt sich erneut die Frage, warum ein solches System noch nicht vollständig einsatzbereit ist und warum erst nach solchen Tragödien darüber gesprochen wird, anstatt dass es Standard ist."
Appell an Besucher des Biokovo
Die Bergrettung nutzte diese Gelegenheit auch, um alle Bergliebhaber zu warnen. "Dieses tragische Ereignis zeigt, wie gefährlich sommerliche Bergtouren während extremer Hitzeperioden sein können. Wir appellieren an alle Besucher des Biokovo, den Berg nicht zu unterschätzen, nur mit entsprechender Ausrüstung und ausreichend Wasser auf Touren zu gehen und Bewegungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden."
Am Ende der Mitteilung sprach die Bergrettungsstation Makarska ihr Beileid aus: "Der Familie und den Freunden des Verstorbenen sprechen wir unser aufrichtiges und tiefes Beileid aus."