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Drei Monate Schweigen: Zubčić kritisiert Direktor von Čistoća

Der SDP-Bezirksrat Jure Zubčić behauptet, dass der Direktor von Čistoća Zadar, John Ivan Krstičević, nicht auf die Anfrage zur Akteneinsicht bezüglich der Verträge mit zwei Unternehmen reagiert hat, obwohl die gesetzlichen Fristen längst abgelaufen sind.

Foto: 63061 na Pixabay
Kurz gesagt
  • Jure Zubčić fordert seit dem 16. Mai 2026 die Verträge von Čistoća mit Metali reciklaža d.o.o. und Solution d.o.o.
  • Direktor John Ivan Krstičević hat weder innerhalb der gesetzlichen Frist von 30 Tagen noch per E-Mail geantwortet.
  • Zubčić kündigt eine Beschwerde beim Informationsbeauftragten an und erinnert an den erfolgreichen Nachweis des öffentlichen Interesses vor dem Verwaltungsgericht.

Der SDP-Bezirksrat in der Gespanschaft Zadar, Jure Zubčić, veröffentlichte am Montag eine Pressemitteilung, in der er den Direktor von Čistoća Zadar, John Ivan Krstičević, beschuldigt, seine Anfrage auf Zugang zu Informationen seit drei Monaten zu ignorieren. Es handelt sich um Verträge, die das kommunale Unternehmen mit den Firmen Metali reciklaža d.o.o. und Solution d.o.o. abgeschlossen hat.

Die Anfrage wurde am 16. Mai 2026 eingereicht, und laut Zubčić hat der Direktor weder eine Entscheidung getroffen noch auf die E-Mail geantwortet. "Die gesetzliche Frist für eine Antwort beträgt 15 Tage, beziehungsweise maximal 30 Tage", erklärte Zubčić in der Pressemitteilung, die von Zadarski list übernommen wurde.

Politische Versprechen zur Transparenz blieben toter Buchstabe

Zubčić betont besonders die Diskrepanz zwischen politischen Versprechen und dem tatsächlichen Verhalten von Čistoća. "Die Frist, die ihnen der Bürgermeister Erlić gesetzt hat, beträgt 48 Stunden, und auch der Vizebürgermeister Ćurković hat in der Sitzung des Stadtrats klar gesagt, dass jede angeforderte Information in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt wird", zitierte Zubčić.

Stattdessen, so führt er aus, habe Direktor Krstičević in der Sitzung des Stadtrats erklärt, dass er erst das öffentliche Interesse feststellen müsse und dass es Meinungen gebe, nach denen die Verträge der Öffentlichkeit nicht vorgelegt werden sollten. Zubčić hält dies für "ein Zeichen völliger Unkenntnis darüber, was öffentliches Interesse ist".

Ein öffentliches Unternehmen ist keine private Gesellschaft

Der Bezirksrat erinnert daran, dass Čistoća ein Handelsunternehmen in vollem öffentlichem Eigentum ist und dass der weitreichende Schutz von Geschäftsgeheimnissen, wie er für private Unternehmen gilt, nicht auf sie angewendet werden kann. "Öffentliche Handelsgesellschaften, die kommunale Dienstleistungen erbringen, sind keine privaten Gesellschaften, auf die die Bestimmung über Geschäftsgeheimnisse weitläufig angewendet wird. Alle Bürger zahlen einen hohen Preis für kommunale Dienstleistungen, und den Bürgern müssen alle Informationen zur Verfügung gestellt werden", betonte Zubčić.

Er bezog sich auch auf den früheren Fall der Einstellung ausländischer Arbeitskräfte, bei dem Čistoća nach seinen Angaben das Gesetz verletzt habe, weil sie "vergessen" habe, den durch direkte Vergabe abgeschlossenen Vertrag rechtzeitig zu veröffentlichen.

Beschwerde beim Informationsbeauftragten und Ankündigung, dies vor Gericht zu beweisen

Zubčić kündigt konkrete Schritte an. "In erster Linie, da eine offizielle Anfrage gestellt wurde, gehen wir zur Beschwerde beim Informationsbeauftragten, weil das öffentliche Interesse unzweifelhaft ist", erklärte er.

Dabei erinnert er daran, dass sie bei "viel harmloseren Beispielen" früheren Führungskräften bereits bewiesen haben, was öffentliches Interesse ist, und zwar erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht. "Und wir werden es wieder tun, das ist das geringste Problem, und dann werden wir auch zeigen, wer Informationen von außergewöhnlichem öffentlichem Interesse versteckt. Sehr klar und transparent", schloss Zubčić.

Von Čistoća Zadar gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keinen Kommentar zu Zubčićs Vorwürfen.

Häufige Fragen
Was hat Jure Zubčić von Čistoća Zadar verlangt? +
Er verlangte die Verträge, die Čistoća mit den Firmen Metali reciklaža d.o.o. und Solution d.o.o. abgeschlossen hat, unter Berufung auf das Recht auf Zugang zu Informationen.
Wie viel Zeit ist seit der Einreichung der Anfrage vergangen? +
Die Anfrage wurde am 16. Mai 2026 eingereicht, und die Pressemitteilung wurde am 17. August 2026 veröffentlicht, also drei Monate nach der Einreichung.
Welche gesetzlichen Fristen gelten für die Antwort auf eine Anfrage auf Zugang zu Informationen? +
Nach Zubčićs Angaben beträgt die gesetzliche Frist für eine Antwort 15 Tage, beziehungsweise maximal 30 Tage.
Welche weiteren Schritte kündigt Zubčić an? +
Zubčić kündigt eine Beschwerde beim Informationsbeauftragten an und erinnert daran, dass sie bei ähnlichen Beispielen bereits das öffentliche Interesse vor dem Verwaltungsgericht nachgewiesen haben.

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