Der amerikanische Präsident Donald Trump hat während des NATO-Gipfels in der Türkei im Juli dieses Jahres heimlich das Flugzeug gewechselt, obwohl der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde, dass er mit der Präsidentenmaschine Air Force One reist. Die Operation wurde wegen einer mit dem Iran in Verbindung stehenden Morddrohung durchgeführt; die Details wurden von amerikanischen Medien, darunter die Washington Post und die New York Times, aufgedeckt.
Beim Winken gefilmt, dann verschwunden
Trump wurde am 8. Juli 2026 gefilmt, wie er am Flughafen in Ankara in die Air Force One stieg und zum Abschied winkte. Laut Quellen, die amerikanischen Beamten nahestehen, wurde der Präsident jedoch anschließend in ein kleineres Militärflugzeug verlegt, und zwar in einem Container, der für den Transport von Lebensmitteln für den Flug vorgesehen war.
Mit diesem Flugzeug flog er nach Großbritannien, während die Air Force One ihren Flug zum ursprünglich angekündigten Ziel fortsetzte. Der Grund für die geheime Operation war die Möglichkeit eines Raketenangriffs auf das Flugzeug, mit dem Trump fliegen sollte.
Journalisten und Personal blieben im Unklaren
Nachdem Trump die Air Force One verlassen hatte, stiegen Journalisten, Beamte und Mitarbeiter des Weißen Hauses in das Flugzeug. Ihnen wurde nicht mitgeteilt, dass der Präsident nicht mehr an Bord war, noch dass eine Sicherheitsbedrohung bestand.
Ein Teil der Journalisten berichtete, dass ihnen angewiesen wurde, während des Fluges die Vorhänge an den Fenstern geschlossen zu halten. Als sie Trump später nach dem Grund fragten, antwortete er ihnen: "Wenn ich gehe, geht ihr auch. Nicht wahr?"
Trump bestätigte gegenüber Reuters, dass er auf Anforderung des Secret Service und des amerikanischen Militärs das Flugzeug gewechselt habe. Über die Bedrohung sagte er: "Ich denke, die Bedrohung bestand. Ich habe mich eigentlich nicht danach erkundigt. Ich erhalte viele Drohungen."
Vergleich mit Clintons Operation im Jahr 2000
Eine ähnliche Operation wurde im Jahr 2000 durchgeführt, als der damalige Präsident Bill Clinton während eines Fluges nach Pakistan wegen einer terroristischen Bedrohung das Flugzeug wechselte. Der entscheidende Unterschied war, dass die Journalisten damals im Voraus informiert wurden, dass der Präsident nicht im selben Flugzeug sein würde.
Clintons damaliger Pressesprecher kommentierte Trumps Operation gegenüber der New York Times und bezeichnete die Journalisten und anderen Passagiere, die nichts von der Bedrohung wussten, als "menschliche Schutzschilde".
Fragen zur Sicherheit der Passagiere
Der gesamte Fall hat Diskussionen darüber ausgelöst, ob die Passagiere an Bord der Air Force One der Gefahr ausgesetzt waren, die von der gegen den Präsidenten gerichteten Bedrohung ausging. Trump behauptete jedoch, dass das Flugzeug, mit dem er flog, einer größeren Gefahr ausgesetzt war als das, in dem sich die anderen Passagiere befanden.
Die Operation wurde in der Nacht durchgeführt, nachdem Trump eine neue Serie von Angriffen auf den Iran gestartet hatte, was die Spannungen zwischen den beiden Ländern weiter erhöhte.